Schlagwort-Archive: Alternative für Deutschland

Texte mit Verknüpfungen zur Alternative für Deutschland (AfD) in Kassel.

Kurzmeldung: ALFA auf den Spuren der AfD

Für den 4. November lädt die ALFA Hessen zu einer Veranstaltung ins Gasthaus Alt Süsterfeld im Eifelweg 28. Ein Vortrag von Rolf Stolz wird mit dem vielsagenden Titel “Willkommen in der Parallel-Gesellschaft” angekündigt. Stolz bezeichnet sich selbst als “dissidentischer Linker”, hat Angst vor der “Überfremdung” Deutschlands und hält die Antifa für faschistoid. Auf der Rückseite des Veranstaltungsflyer wirft die ALFA wahllos Reizworte in den Raum. Mit der Themenwahl wird deutlich, dass der ALFA die Abgrenzung zur AfD schwer fällt und beide Parteien um ein ähnliches Klientel werben.

Die zentrale Lage Kassels machen sich sowohl AfD als auch ALFA zu Nutze. So fand beispielsweise die Gründungsveranstaltung der ALFA im Juli 2015 in Kassel statt. Dennoch gibt es bisher keinen wahrnehmbaren Kasseler Orstverband. Es ist deshalb davon auszugehen, dass auf der Veranstaltungen am 4. November auch versucht werden wird, Interessierte für die Parteiarbeit vor Ort zu gewinnen.

AfD Wahlkampfveranstaltung in Kassel

Am Samstag, den 20. Februar, führte die „Alternative für Deutschland – Kassel Stadt“ eine Kundgebung auf der nördlichen Seite des Königsplatzes durch. Die Kundgebung fand von 15.00 bis circa 17.00 Uhr statt und ist Teil des Wahlkampfes zur Kasseler Kommunalwahl. Die Veranstaltung wurde mit einem großen Polizeiaufgebot und Gittern gesichert.

Gesprochen haben verschiedene Vertreter der AfD, so Manfred Mattis (AfD Kassel Stadt), Michael Werl (Neonazi, Burschenschafter und Vorsitzender der JA Hochschulgruppe Kassel) und der Kasseler Spitzenkandidat für die Kommunalwahl Dieter Gratzer, aber auch die überregionalen AfD-Sprecher Albrecht Glaser (AfD Hessen) und Bernd Venjakob (AfD Westfalen-Lippe). Unter den etwa 140 Teilnehmenden der Kundgebung befanden sich auch viele ältere Personen.

Unter ihnen war auch der bekannte NPDler, Marcel Weifenbach, der zuletzt wegen seiner stetigen Teilnahme (oftmals auch in Funktion als Ordner) an den montäglichen Kagida-Kundgebungen aufgefallen ist und darüber hinaus an überregionalen Neonaziveranstaltungen teilnahm. An diesem Samstag übernahm er die Funktion eines Ordners auf der AfD-Veranstaltung. Auch außerhalb der Kundgebung und zeitweise in den Reihen der Gegenkundgebung hielt sich eine Gruppe Neonazis auf, die dem Hooliganspektrum des Kasseler Sportvereins (KSV) zuzuordnen ist. Darunter Martin Müller, der Kontakte ins Blood&Honour Milieu unterhält und der Kasseler Marcel Hewig, bei dem im November letzten Jahres eine Rechtsrockparty stattfand. Letzterer ist 2014 mit einer Kassler Reisegruppe zu den Hogesa Demonstrationen nach Hannover gefahren (wir berichteten).

WeifenbachMarcel Weifenbach mit Ordnerbinde auf der AfD Kundgebung | Marcel Weifenbach am Transparent der neonazistischen Partei „Die Rechte“ am 29.08.2015 in Goslar

Nazis

von rechts: Marcel Hewig und Martin Müller

Das Kasseler Bündnis gegen Rechts hatte im Vorfeld zu einer Gegenkundgebung aufgerufen, diesem Aufruf sind circa 300 Menschen gefolgt. Die Veranstaltung wurde auf der südlichen Seite des Königsplatzes genehmigt, erfreulicherweise setzten sich die Gegendemonstrant*innen jedoch mit dem Start der AfD-Kundgebung in Bewegung, sodass der Protest direkt bis an die Gitter getragen werden konnte. Dadurch gelang es, die rechte Kundgebung weitgehend zu übertönen.

Das nordhessische Provinzblatt HNA hatte im Vorhinein sowohl die Veranstaltung der AfD beworben, als auch ein unkritisches Interview mit dem dem Kasseler Spitzenkandidaten der AfD abgedruckt. Im Bericht über die heutige Kundgebungen wurden Äußerungen der Sprecher ohne Kommentar veröffentlicht.

Zusammenfassend hat der Tag deutlich gemacht, dass die AfD auch in Kassel ein Mobiliserungspotential bis ins extrem rechte Spektrum aufweisen kann. Die Liaison zwischen Neonazis und konservativem bis rechtem Bürgertum, welche zuletzt zu Beginn von Kagida bzw Pegida Kassel in größerem Maßstab vollzogen werden konnte, hat mit der heutigen Veranstaltung neuen Aufwind bekommen. Ein entschlossenes Vorgehen gegen die AfD und ihre reaktionären AnhängerInnen wird somit umso wichtiger.

Übersicht

AfD Kassel bei der Kommunalwahl

Am 6. März ist in Kassel Kommunalwahl und erstmals tritt auch die “Alternative für Deutschland” (AfD) an. Bedenkt man, dass die AfD Kassel-Stadt seit ihrer Gründung dem Parteiflügel rechtsaußen nahe steht, verwundert es nicht, dass mit Michael Werl einer der Spitzenkandidaten gleichzeitig Burschenschafter der Germania Kassel ist.

Viele von euch werden sich noch daran erinnern, dass die Kasseler AfD keine Bedenken hatte, monatelang gemeinsam mit Neonazis, rechtsradikalen Hooligans, VerschwörungstheoretikerInnen und anderen RassistInnen die KAGIDA-Kundgebungen zu besuchen; ja ihr Sprecher Manfred Mattis sogar regelmäßig als Redner dort auftrat.

Aus gegebenem Anlass haben wir hier nochmal ein paar unserer etwas älteren Hintergrundtexte zusammengestellt.

Anlässlich der Gründung der AfD haben wir bereits im Jahr 2013 ein Papier über die inhaltliche Konstitution einer rechtskonservativen Partei und ihre Verbindungen zur radikalen Rechten in Nordhessen veröffentlicht.

Wem die Burschenschaft Germania Kassel bisher kein Begriff ist, sei ein Artikel von uns ebenfalls aus dem Jahr 2013 empfohlen.

Weitere Informationen zur AfD

Kagida #19

+++ 30 Teilnehmer_innen +++ Mario Beck als Versammlungsleiter +++ Etablierte Parteien im Dialog mit AfD +++

Nachdem Kagida am vergangenen Montag nach Dresden mobilisiert hatte, fand am 13. April wieder eine Veranstaltung in Kassel statt. Mit nur etwa 30 Teilnehmer_innen setzt Kagida den Abwärtstrend fort.

Michael Viehmann, der offenbar auch diesen Montag lieber in Dresden verbrachte, wurde von Mario Beck in seiner Funktion als Versammlungsleiter und Moderator vertreten.

Mario Beck

Mario Beck bei Kagida

Ebenfalls für den 13. April organisierte die Evangelische Kirche in Kassel eine Diskussionsveranstaltung zum Thema „Einwanderungsgesetz: Ja – Nein – Vielleicht?“ im Stadtteilzentrum Vorderer Westen. Geladen waren „Vertretern von AfD, CDU, B’90/Grünen, Kasseler Linke und SPD“.

Während das Bündnis gegen Rechts seit Wochen auf Protest gegen Kagida verzichtet, sind sich die darin organisierten Parteien nicht zu schade, nun auch mit der AfD zu diskutieren. Offenbar zeigen sich die ersten Vorläufer der Kommunalwahl Anfang 2016 und die Angst, Stimmen an die AfD zu verlieren, wenn deren Themen nicht ebenfalls  aufgegriffen werden. Dadurch, dass der AfD trotz ihrer rassistischen Positionen ein Podium geboten wird, auf dem sie sich als „ganz normale“ Partei unter anderen darstellen kann, wird der AfD der Weg in die politische Landschaft der BRD geebnet. Dass Manfred Mattis, der am 13. April als Vertreter der AfD geladen war, wochenlang den Schulterschluss mit bekennenden Neonazis bei Kagida suchte, scheint vergessen.

PS: Die Evangelische Kirche fiel schon vor einiger Zeit dadurch auf, dass ein Pfarrer, der vom NSU-Skandal nichts mitbekommen zu haben schien, auf einer Kundgebung des BgR betonte, wie wichtig der Verfassungsschutz im Kampf gegen Neonazis sei.

KAGIDA #12

+++ erneut 75 RassistInnen +++ zwei Gegenkundgebungen +++ viel Wirbel um Michael Viehmann und die nordhessische AfD+++

Der dieswöchige Aufmarsch von KAGIDA ging seinen gewohnt langweiligen Gang. Erneut musste KAGIDA ihre Route um den Block durch einen von Polizeiautos errichteten Korridor und unter Kamellen- und Eierwürfen beginnen. Nachdem Michael Viehmann das Wochenende in Dresden beim Zusammentreffen der Pegida-Ableger mit Lutz Bachmann verbrachte, klebte er ganz nach seinem Vorbild aus Dresden auch die neuen 10 Thesen der Pegida an die Martinskirche in Kassel. Nach dem Verlesen der Thesen auf der Auftaktkundgebung von Viehmann sprach wie fast jeden Montag der Verschwörungstheoretiker Viktor Seibel, der als Mitorganisator die zukünftige Demonstration von EnDgAmE (Engagierte Demokraten gegen die Amerikanisierung Europas) am 21.2 in Halle bewarb. Unter dem gleichen Slogan zogen bereits vergangenen Monat das letzte Aufgebot der Friedensmahnwachen, Reichsbürgern und Amerika-Hassern gemeinsam mit etlichen thüringischen Neonazis durch Erfurt.

Auffällig ist, dass Seibel immer mehr versucht, sich als politischer Akteur bei KAGIDA wie auch bei EnDgAmE zu etablieren der in seinen wasserfallartigen Reden aus einem schier unermesslichen Wissenensschatz über Geheimakten einer „US-Okkupierten Regierung“ schöpfen kann. Ebenso bedient er mit Forderungen nach einem Ende der „Tätervolk Schuldkultur“ immer weiter eine geschichtsrevisionistische und deutschnationale  Rhetorik, nicht nur die anwesenden Neonazis applaudieren.

Ärger bei der AfD
Trotzig verkündetet Viehmann am vergangen Freitag auf Facebook seinen Parteiausstieg nach einem Telefonat mit dem Landesvorstand Konrad Adam. Ursache dafür war wohl ein ihm drohendes Ausschlussverfahren aufgrund der immer deutlicher werdenden überregionalen Berichterstattung über die Verstrickungen zwischen AfD, KAGIDA und Neonazis, wie auch der Veröffentlichung gewaltverherrlichender und antisemitischer Facebook-Postings Viehmanns. Manfred Mattis, der eloquente Arm der rassistischen Bewegung, muss nun dem Landesvorsitz Rede und Antwort stehen. Vorsichtshalber zog Mattis vor, diese Woche nicht bei KAGIDA zu erscheinen. Gegen Viehmann ermittelt mittlerweile die Staatsanwaltschaft Kassel wegen Volksverhetzung. Außerdem verkündete er, dass bald Lutz Bachmann nach Kassel zu Besuch kommen wird- Ort und Datum sind noch bekannt.

KAGIDA #9 und Neujahrsempfang der AfD

80 RassistInnen+++ 300 Gegendemonstrant_innen auf Gegenkundgebungen+++ AfD Neujahrsempfang gestört

Zum neunten mal versammelte sich Kagida am 26.1. am Scheidemannplatz. Nach den üblichen Reden der Veranstaltenden zogen sie innerhalb von 16 Minuten ihre Demonstrationsroute durch. Von Beginn der Versammlung bis zur Auflösung verging noch nicht mal eine Stunde. Die 80 anwesenden RassistInnen, konnte der Anmelder Michael Viehmann nach der Vernastaltung auf der Facebookseite nicht wie üblich als einen weiteren Erfolg für die Bewegung verkaufen. Die Zahl der Teilnehmenden hat sich im Vergleich zur letzten Woche halbiert, bislang hat Kagida auch noch keinen Rückblick zu ihrer Veranstaltung veröffentlicht.
Auffällig ist vor allem die fehlende Teilnahme von überregionalen Neonazigruppen. Auch der Landesverband der NPD erschien trotz vorheriger Ankündigung nicht. Anzumerken sei an dieser Stelle auch, dass auch im osthessischen Fulda sowie in Frankfurt, regionale Pegida-Ableger versuchten, Leute auf die Strasse zu mobilisieren.

Neujahrsempfang der AfD
Am Sonntag den 25.1. fand im Hotel Reiss der Neujahrsempfang der AfD statt. Der Einladung der vier Kreisverbände Kassel Stadt, Kassel Land, Schwalm-Eder sowie Waldeck-Frankenberg folgten 250 Gäste. Der Sprecher der Afd Kassel Stadt, Manfred Mattis eröffnete die Veranstaltung und ging in seiner Rede auf die Entwicklung seiner Partei auf regionaler und bundesweiter Ebene ein. Ebenso nahm er die wöchentlichen rassistischen Demonstrationen von Pegida bzw. Kagida in den Schutz gegenüber einer voreingenommenen Medienberichterstattungen sowie Gegenprotesten. Mattis ist allwöchentlicher Redner bei Kagida-Veranstaltungen in Kassel. Von rassistischen Einstellungen sprach er die Pegida-Bewegung, wie auch die Mitglieder der AfD frei. „Wir haben auch Menschen mit Migrationshintergrund, die uns heute hier helfen, diese Veranstaltung durchzuführen“, wandte Mattis sich an die anwesenden Sicherheitsbeauftragten. Unter den Zuhörenden befanden sich zahlreiche Gäste, die ihren Protest durch jubeln oder sehr ausufernden Applaus mitteilten. Dies störte wiederum andere so erheblich, dass sie sich von ihren Plätzen erhoben und erbost den Rausschmiss forderten. Die Rede musste an mehreren Stellen deshalb unterbrochen werden.
Als Gastredner war der Publizist Udo Ulfkotte geladen. Auch seine Rede wurde mehrfach gestört. Dem inhaltsschwachen Vortrag von Ulfkotte, der seine Thesen über „gekaufte Journalisten“ in erster Linie auf seine eigenen Erfahrungen als Journalist stützte folgte eine abschließende Diskussion. Ulfkotte publiziert beim verschwörungstheoretischen und esoterischem Kopp-Verlag und war darüber hinaus auch bereits Redner bei Pegida in Dresden.

KAGIDA #7

200 RassistInnen+++ 600 Gegendemonstrant_innen auf 2 Gegenkundgebungen +++ Viele Störaktionen

Erneut zogen am Montag den 12.1. circa 200 RassistInnen auf ihrer ein Kilometer langen Route durch die Stadt. Wieder war eine beträchtliche Anzahl des Kasseler AfD-Verbandes anwesend. Weiterhin fanden sich neben den bekannten Neonazis aus der Region, wie Marcel Weifenbach, der abermals als Ordner fungierte auch wieder Neonazis aus Südniedersachsen und Osthessen ihren Weg zum Scheidemannplatz. Die TeilnehmerInnen von KAGIDA waren sichtlich genervt über die viele Störaktionen entlang der Route. Schon vor Beginn der KAGIDA Veranstaltung war eine auffällige Gruppe von Neonazis am Hauptbahnhof unterwegs. Unter ihnen Benjamin Bauermeister, der öfters die Hand zum Hitlergruß gehoben hatte und dabei immer wieder „Heil“ gerufen hat. Die anwesende Polizei begleitete die Gruppe daraufhin lediglich zur Kundgebung.

Lange nicht gesehen – trotzdem wieder erkannt

Mike Sawallich (rechts)

Mike Sawallich (rechts)

Ein neues Gesicht bei KAGIDA war der ehemalige JN-Aktivist und führende Kopf des ehemaligen „Freien Widerstands“ Mike Sawallich. Ihm ist es anscheint nicht zu peinlich hinter einem Transparent zu laufen, auf dem das „Sonnenzeichen“ in einen Mülleimer geworfen wird. Während er 2007 noch probierte einen Naziaufmarsch in Kassel anzumelden, wurde es um ihn und den Freien Widerstand Kassel in den letzten Jahren ruhig.  Zwischendurch war er mit seiner Privatinsolvenz beschäftigt, auch seine Freundin samt Kind verließ ihn.
Besonders zynisch erscheinen die Versuche von KAGIDA, sich mit den  Betroffenen der Anschläge in Paris zu solidarisieren. Dabei war es Mike Sawallich, der im Jahr 2006 eine Gedenkdemonstration zu dem Pogrom am 7. November in Kassel störte. Gleiches gilt für den Anmelder Michael Viehmann, der am 1. August vergangenen Jahres auf Facebook seinen Hass auf das „Judenpack“ mitteilte. Die Solidarisierung mit  den Opfern des antisemitischen Terror von Paris durch KAGIDA ist eine einzige Farce.

Repression   
Erneut kam es zu Festnahmen und einer Vielzahl von  Personalienfeststellungen. So gab es von Anfang an Vorkontrollen durch  die Polizei, bei denen auch Fotos  von Personen angefertigt wurden. Legt gegen alle Maßnahmen Widerspruch die sie durchführen Widerspruch ein, und fertig ggf. Gedächtnisprotokolle an, setzt euch mit der  Roten Hilfe Ortsgruppe in Verbindung.

KAGIDA #5 Nazis blockieren – Do it again!

Am Montag den 29.12.2014 wollen zum fünften Mal RassistInnen durch Kassel laufen, bereits zwei Mal konnte dies in den vergangenen Wochen blockiert werden.

Um den Anmelder und AfD-Mitglied Michael Viehmann sammelt sich alles was die rechte Ecke zu bieten zu hat. So waren Neonazis aus dem Umfeld des ehemaligen FWKS wie Marcel Weifenbach aber auch Ex-NPD-Landesvorstand David Giesler Ordner „bei den Spaziergängen“. Unter den DemonstrantInnen sind AfD-PolitikerInnen aus Kassel, Hildesheim und Südhessen sowie Leute von der sogenannten Identitären Bewegung. Auch findet sich Viehmanns HoGeSa-Reisegruppe fast geschlossen auf der Demo wieder, zusätzlich zu einer Vielzahl weiterer Hooligans aus dem Umfeld des KSV. Victor Seibel, einer der Begründer der Kasseler Montagmahnwache, spricht regelmäßig auf den Kundgebungen. Daneben finden sich Personen aus dem Umfeld der Kameradschaft Sturm 18 Cassel, beispielsweise der kürzlich zu 2 Jahren Haft verurteilte Benjamin Bauermeister.

Pediga wird am 29.12.14 in Dresden nicht stattfinden. Dies ist ein weiterer Grund – neben den Weihnachtsferien – warum sich noch mehr RassistInnen aus dem Bundesgebiet angekündigt haben und wohl auch kommen werden. Bisher bekannt sind Reisegruppen aus Braunschweig, Eschwege dem Eichsfeld angemeldet. Ebenfalls mobilisieren die „Autonomen Nationalisten Groß-Gerau“.

Gerade bei der Anreise und Abreise ist Vorsicht geboten. So griffen am vergangenen Montag ca. 15 Neonazis bei ihrer Abreise eine Gruppe an Antifaschist_innen an, kurz bevor sie ihren Zug in Richtung Eichenberg/Göttingen bestiegen. Reist also organisiert an (nicht nur aus Göttingen/Witzenhausen). Bildet feste Bezugsgruppen, bewegt euch in der Stadt nur in großen Gruppen und bereit euch auf Angriffe seitens der Neonazis und Hooligans vor.

Naziangriff außerhalb der KAGIDA Demonstration

Auch während des blockierten KAGIDA-Spazierganges am 22. Dezember probierten etwa 20 Nazi-Hools, eine deutlich kleinere Gruppe von Antifaschist_innen anzugreifen. Nachdem sich die Angreifer ungestört vor der Polizeiwache am Königstor sammeln konnten, griff die Gruppe zielstrebig die Antifaschist_innen auf der Friedrich-Ebert-Straße an. Nach der antifaschistischen Gegenwehr flohen die Nazi-Hools beim Eintreffen der Polizei. Diese nahmen sechs AntifaschistInnen vorübergehend fest. Es gab keine ernsthaften Verletzungen. Die Situation führt uns mal wieder vor Augen, dass wir uns im Selbstschutz keinesfalls auf den Staat verlassen können. Auch ist er nicht unser Adressat irgendwelcher Forderungen diesbezüglich. Der einzige Garant für Sicherheit bei linken Protesten und Demonstrationen ist der antifaschistische Selbstschutz.

Organisiert die Antifaschistische Selbsthilfe!

Lasst euch nichts gefallen – schlagt zurück!

Wir rufen auf, am 29. Dezember 2014 nach Kassel zu kommen und den Aufmarsch der RassistInnen zu verhindern!

Karte Route + Raster +Twitter +EA -

KAGIDA #3

Dritter Kagida- „Spaziergang“ fand statt+++ etwa 80 TeilnehmerInnen +++ **Stör- und Blockadeaktionen durch Antifaschist_innen*

Am Montag, den 15.12.2014 fand erneut eine Demonstration von Kagida (Kassel gegen die Islamisierung des Abendlandes) statt. Wie in der letzten Woche konnte diese, trotz einer Sitzblockade von 60 Antifaschist_innen, nicht verhindert werden. Vom Bündnis gegen Rechts (BgR) wurde mit Rücksicht auf die Gewerkschaft der Polizei keine Gegenkundgebung angemeldet. Die GdP, deren Mitglieder sonst eher für die gewalttätige Niederschlagung sozialer Proteste bekannt sind, rief für den selben Tag zu einer Demonstration gegen die schwarz-grüne Sparpolitik auf, die ihrer Meinung nach die öffentliche Sicherheit auf dem Gewissen habe.

Davon war zwei Stunden später leider nichts zu merken, als bereitwillig 400 Polizeibeamte, die wohl bedauernswerterweise nicht an ihrer eigenen Demonstration teilnehmen konnten, es den etwa 80 RassistInnen ermöglichten, durch die Stadt zu laufen. In gewohnter Selbstüberschätzung sprach Anmelder und AfD-Mitglied Michael Viehmann¹ von 160 TeilnehmerInnen. Als Redner traten neben Viehmann erneut der Sprecher des AfD-Kreisverbandes Kassel-Stadt Manfred Mattis und Victor Seibel, der Organisator der Montagsmahnwache in Kassel, auf.

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KAGIDA #2

Zweiter KAGIDA-„Spaziergang“ fand statt +++ AfD-Sprecher redet vor etwa 60 TeilnehmerInnen +++ Vereinzelte Störaktionen durch Antifaschist_innen

01

KAGIDA Front-Transparent

Am Montag den 8. Dezember 2014 fand erneut eine Kundgebung von KAGIDA (Kasseler gegen die Islamisierung des Abendlandes) statt. Anders als letzte Woche konnte der anschließende „Spaziergang“ der etwa 60 KAGIDA-TeilnehmerInnen nicht verhindert werden. Trotz massiven Polizeiaufgebots kam es jedoch entlang der Route zu einigen Blockadeversuchen und Störaktionen durch Antifaschist_innen.

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Jahresbericht 2013

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • 1. Vorbemerkungen
  • 2. Aktivitäten
  • 2.1 „Die Rechte“ Werra-Meißner-Kreis
  • 2.2 Eichsfelder Heimattag der NPD
  • 2.3 Rechtsrockkonzert in Sollstedt
  • 2.4 Besitzerwechsel „Reichshof“ in Schwarzenborn
  • 2.5 Jacob Grimm-Gedenken in Spiekershausen
  • 2.6 Montagsdemo
  • 2.7 Flüchtlingsunterkünfte in Nord-Holland und dem Forstfeld
  • 3. Wahlen
  • 3.1 Wahlkampfveranstaltungen
  • 3.2 Landtags- und Bundestagswahlergebnisse
  • 4. Gruppierungen
  • 4.1 Identitäre Bewegung
  • 4.2 Burschenschaft Germania
  • 5. Zusammenfassung und Ausblick auf die extreme Rechte Weiterlesen

Über die „Alternative für Deutschland“

Inhaltliche Konstitution einer rechtskonservativen Partei und ihre Verbindungen zur radikalen Rechten in Nordhessen

Gruppe TASK

Als die Alternative für Deutschland (AfD) im Frühjahr 2013 gegründet wurde, ließ sich die Bedeutung der Partei bei den Bundestagswahlen im September nur schwer vorhersagen. Auch wenn die AfD mit ihrem selbstbewussten Auftreten für den 22. September 2013 ein ‘blaues Wunder‘ prophezeien wollte und dabei von vielen noch belächelt wurde, so ist nach dem relativ knapp verpassten Einzug in den Bundestag die Partei und ihre Wählermobilisierung unterschätzt worden. Weiterlesen