1. Mai ’19, Erfurt: Gemeinsame Anreise aus Kassel

Am 1. Mai 2019 plant die AfD einen Aufmarsch mit mehreren tausend Menschen in Erfurt. Diese Großdemonstration soll den Wahlkampfauftakt für die drei ostdeutschen Landesverbände Brandenburg, Sachsen und Thüringen darstellen. Dass diese drei Landesverbände, die dem völkisch-nationalistischen „Flügel“ der AfD um Björn Höcke zugeordnet werden, genau am 1. Mai – dem Arbeiter*innenkampftag – nach Erfurt mobilisieren, ist kein Zufall: Die AfD greift die Frage nach sozialer Gerechtigkeit auf und bietet für gegenwärtige Krisen und Missstände völkische und nationalistische Lösungen an.

Aus Kassel wird am Morgen des 1. Mai ein Bus aus Kassel zu den Gegenprotesten in Erfurt fahren.

Die Tickets für den Bus können während der Öffnungszeiten im Kollektivcafé Kurbad erworben werden.

Mobilisierungs- und Informationsveranstaltung:

25.04. 19:00 Uhr Kollektivcafé Kurbad, Sternstr. 20, 34123 Kassel

Weitere Infos auf den Mobi-Seiten aus Erfurt:

https://schnauzevoll.noblogs.org/

https://doityourself.noblogs.org/

 

Antifa in die Offensive – Demonstration in Eisenach am 16.03.

Das Bündnis „Irgendwo in Deutschland“ ruft für den 16. März zu einer bundesweiten Antifa-Demo in Eisenach auf. Von Kassel aus wird es dazu eine gemeinsame Anreise per Bus geben.

Dazu findet am 22.02. ab 19:30 Uhr eine Info- und Mobiveranstaltung in Kassel, im Club Commune (Weserstr. 17) statt. Die Antifaschistische Linke Eisenach (ALESA) wird über die Nazi-Strukturen in Eisenach und die Entwicklungen der letzten Monate berichten. Anschließend besprechen wir die gemeinsame Anreise aus Kassel.

Die Tickets für den Bus können während der Mobi-Veranstaltung oder während der Öffnungszeiten im Büro der Partei Die Linke gekauft werden.

Aufruf zur Demo: https://irgendwoindeutschland.org/16-maerz-eisenach/

Info- und Mobiveranstaltung bei Facebook: https://www.facebook.com/events/551798821998320/

 

Razzia und Sonnenwendfeier in Kirtorf

Im Rahmen der Ermittlungen gegen Polizeibeamt*innen in Frankfurt nach der Bedrohung der Anwältin Seda Basay-Yildiz stießen die Kolleg*innen auch auf polizeiinterne WhatsApp-Chats. Darin wurde die rechtsradikale Gesinnung der Polizeibeamt*innen deutlich. In diesem Zusammenhang kam es bereits am 25. Oktober zu einer Durchsuchung auch im mittelhessischen Kirtorf (Vogelsbergkreis).

In der Vorweihnachtszeit kam es zu einer weiteren Polizeiaktion in Kirtorf. Am 21.12. organisierten Neonazis eine Sonnenwendfeier, die von der Polizei „beobachtet“ wurde. Obwohl Platzverweise ausgesprochen wurden und kein Feuer angezündet werden durfte, konnte die Sonnenwendfeier stattfinden.

Kirtorf ist schon länger ein Schwerpunkt der hessischen Naziszene  (ag5 marburg oder der rechte rand) und geriet zuletzt durch den Film „Blut muss fließen“ in die Öffentlichkeit, da viele der heimlich dokumentierten Rechstrockkonzerte dort stattfanden.

Kurzmeldung: Neue Veröffentlichung zu „Combat 18“ mit Nordhessen-Schwerpunkt

Die antifaschistische Rechercheplattform Exif veröffentlichte am 16. Juli 2018 einen umfangreichen Bericht über die Machenschaften und Strukturen der „Combat 18“-Neugründung. Einer der Schwerpunkte der Veröffentlichung ist der „Sektionsleiter“ Stanley Röske aus dem nordhessischen Kaufungen.

Der gesamte Text ist abrufbar unter https://exif-recherche.org/?p=4399

Bus aus Kassel nach München zum Tag X2 – Kein Schlussstrich! NSU-Komplex auflösen!

Zwölf Jahre nach dem Mord an Halit Yozgat und der Demo „Kein 10. Opfer!“ in Kassel, sechseinhalb Jahre nach dem Bekanntwerden des NSU und dem Versprechen nach „lückenloser Aufklärung“, nach fast fünf Jahren NSU-Prozess und vier Jahren hessischem NSU-Untersuchungsausschuss sind zentrale Fragen im NSU-Komplex weiterhin nicht beantwortet und die Forderungen der Betroffenen und der Zivilgesellschaft nicht erfüllt.

Jetzt geht bald der Prozess in München zu Ende und es ist zu erwarten, dass Sicherheitsbehörden und Staat dann versuchen werden das große Buch NSU zuzuschlagen.Wir werden das nicht zulassen! Zu viele Fragen sind offen, zentrale Motive im NSU-Komplex, wie zum Beispiel struktureller und institutioneller Rassismus oder die Rolle des Verfassungsschutzes, weder ausreichend benannt, noch bearbeitet.

Um das zu zeigen wollen wir zum Tag X2 nach München fahren und auch und besonders aus und für Kassel fordern:

KEIN SCHLUSSSTRICH! NSU-KOMPLEX AUFLÖSEN!

Deswegen kommt mit uns nach München zum Aktionstag und der Großdemonstration.

Der Tag ist noch nicht klar. Es wird wohl Anfang Juli werden. Haltet euch auf dem Laufenden und wir halten euch auf dem Laufenden! Sobald das Datum feststeht, werdet ihr es erfahren.

Damit wir planen können und der Bus sicher fährt, kauft euch trotzdem schonmal Tickets!

Wie viel? 10€ Hin- und Zurück ab Kassel (Abfahrtsort wird noch bekannt gegeben)

Wo? Tickets gibt’s im AStA der Uni Kassel (zu den Bürozeiten) und im Kollektivcafé Kurbad (Sternstr. 20, Do-Mo 13-19h; So 13-18h)

Denn vollständigen Aufruf nach München gibt es hier: https://nsuprozess.net/ueber/

Haltet euch auf dem Laufenden hier oder unter:

facebook.com/Initiative6.April/
twitter: @Ini6April

Busorga: Initiative 6. April, Antifaschistische Gruppe task; mit freundlicher Unterstützung von AStA Uni Kassel

Kurzmeldung: „Kandel ist überall“ auch in Kassel

Am 13. und 27. Februar fand in Kassel eine Kundgebung gegen Gewalt an Frauen vor dem Rathaus statt. Die Nähe zu AfD und „Kandel ist überall“ weisen auf einen rassistischen Hintergrund hin.

Auf Facebook wurde die Aktion ausschließlich von der AfD und der offiziellen Facebook-Seite von „Kandel ist überall“ aufgegriffen. Dort wurde zuvor dazu aufgerufen, Aktionen und Fotos vor dem eigenen Rathaus zu machen, um die rechte Initiative in Kandel zu unterstützen. Es ist also trotz unscheinbaren Auftretens davon auszugehen, dass die Kundgebung vor dem Kasseler Rathaus in diesem Kontext stattfindet und einen rassistischen Hintergrund hat.

Nachdem in Kandel eine Fünfzehnjährige von ihrem Ex-Freund im Streit getötet worden war, gingen bis zu 4.500 Menschen auf die Straße. Schnell war klar, dass es den Organisator*innen nur am Rande um Gewalt an Frauen geht. Als Gegenmaßnahmen werden beispielsweise die Schließung der deutschen Grenze sowie konsequentere Abschiebepolitik gefordert. Die aus dem AfD-Umfeld organisierten Demonstrationen zogen u.a. rechte Hooligans und die Identitäre Bewegung an. Von der Partei selbst wird die Initiative als rechte Bürgerbewegung und „Durchbruch im Westen“ gefeiert.

Wie schon bei Pegida scheint es auch in Kassel einen Ableger zu geben. Zwar verzichten die Organisator*innen (wahrscheinlich bewusst) auf offensichtlich rassistisches Material auf der Kundgebung oder eine eindeutige politische Einordnung. Zumindest einige der beteiligten Personen legen jedoch auch in Kassel eine Verbindung zur AfD nahe.

Am kommenden Dienstagnachmittag soll die Kundgebung erneut stattfinden.