„Hätt‘ ich dich heut erwartet hätt‘ ich Kuchen da…“

Gegen die AfD und ihre rechte Hetze am Halitplatz!

Am 22.03.2017 um 19:00 Uhr trifft sich der AfD – Stadtverband Kassel zu einer offenen Veranstaltung mit der stellvertretenden AfD-Bundesvorsitzenden Beatrix von Storch und der hessischen Spitzenkandidatin Mariana Harder-Kühnel im Philipp-Scheidemann-Haus am Halitplatz. Die Veranstaltung ist inhaltlich nicht weiter beworben, allerdings dürften die Positionen der AfD einschlägig bekannt sein.
Nach wie vor ist die AfD ein Sammelbecken für rassistische, sexistische und antisemitische Politik. Sie verbreitet rechte Parolen und erfreut sich dabei der Unterstützung aus der bürgerlichen Mitte. Durch Sprachrohre wie Björn Höcke oder eben auch Beatrix von Storch versucht sie, völkische und nationalistische Ideen salonfähig zu machen und die deutsche Geschichte zu relativieren. Wer anders denkt, wird durch Drohungen oder Diffammierungen mundtot gemacht.
Also nicht, dass es nicht genug Gründe gäbe, sich der AfD entgegenzustellen, wo es nur geht. Aber die Auswahl des Orts dieser Veranstaltung ist besonders zynisch.
Die Halitstraße ist ein Ort der Vielfalt und war deshalb in der Vergangenheit schon Ziel von rassistischen Angriffen. Der Halitplatz ist ein Ort des Gedenkens an Halit Yozgat, der hier vor 11 Jahren vom NSU ermordet wurde. Nun möchte hier die AD Raum bekommen um ihre rassistische Hetze zu verbreiten?
Wir sagen NEIN!
Wir rufen auf, laut zu sein und der AFD und ihrer Politik eine Absage zu erteilen! Kommt deswegen heute,

22.03.2017
18:00 Uhr
zum Philipp Scheidemann Haus am Halitplatz

Michael Werl: AfD-Fraktionsvorsitzender in der Stadtverordnetenversammlung und Neonazi

Sieht sich selbst gern seriös: Michael Werl

Seit November 2016 ist Michael Werl Fraktionsvorsitzender der AfD in Kassel. Mit ihm befindet sich nun ein Burschenschafter und Neonazi an der Spitze der Fraktion. Screenshots einer Facebook-Unterhaltung belegen seine Gesinnung. Mit diesem Text wollen wir öffentlich machen, um wen es sich bei Michael Werl wirklich handelt. Zudem weisen wir erneut auf die Beziehungen von AfD, Neonazis und Burschenschaften hin.

 Michael Werl, politische Karriere bei der AfD

Michael Werl engagiert sich seit Mai 2015 in der Jungen Alternative Hochschulgruppe (JA HSG). Seit der Kommunalwahl im März 2016 sitzt er in der Stadtverordnetenversammlung (StaVo). Nachdem im November 2016 bekannt geworden ist, dass der damalige Fraktionsvorsitzende Dieter Gratzer versucht hatte, einige seiner Mieter*innen aus ihren Wohnungen zu ekeln, trat er von seinem Amt zurück. Dieses wurde daraufhin von Michael Werl besetzt. Doch Michael Werl ist nicht nur Fraktionsvorsitzender, er sitzt auch im Ausschuss für Kultur und für Recht, Sicherheit, Integration und Gleichstellung. Auch im Rahmen der Ausschüsse bemüht sich die AfD immer wieder darum, durch Anfragen linke und zivilgesellschaftliche Projekte zu sabotieren.

Werl hat in den vergangen Monaten mehr Funktionen für die AfD erfüllt. Doch der unscheinbar wirkende Werl ist Burschenschafter und bezeichnet sich selbst als Nationalsozialist. In der Öffentlichkeit stritt er seine Verbindungen zur Burschenschaft Germania Kassel zunächst ab. Später räumte er ein, entsprechende Kontakte gehabt zu haben, diese jedoch nicht weiter zu pflegen. Die Abwendung des Schadens, der durch eine Offenlegung seiner Gesinnung der AfD droht, wird zumindest einer der Gründe sein, warum Werl sich bisher vom burschenschaftlichen Lebensbund distanzierte. Aus historischen Gründen passt es außerdem ins Bild, dass sich FachistInnen irrwitziger Weise selbst als DemokratInnen und AntifaschistInnen bezeichnen, ihre wahre Gesinnung verleugnen. Nicht zuletzt äußert sich dieses Weltbild in dem unsinnigen Geschwafel der JA HSG gegen „Links- und Rechtsextremismus“. Werl war eine Zeit lang aktiv bei den Republikanern als Landesschriftführer. Auch bei der Germania fungierte er als Schriftwart.

Werls Gesinnung bezeugen die uns zugespielten Screenshots einer Facebook-Unterhaltung zwischen ihm und dem nicht weniger überzeugten Rechtsradikalen Lars Seyfarth. Dessen Facebook-Profilfoto zeigt den Schriftzug „Freiheit für Wolle“. Gemeint ist der als NSU-Unterstützer angeklagte NPD’ler Ralf Wohlleben. Seyfarth ist ein aktiver Neonazi aus Pforzheim, Werl stammt aus dem nahegelegenen Karlsruhe. Beide hören gerne einschlägige Rechtsrock-Bands. Über der Germania schreibt Werl „wir ham in der Burschenschaft einen guten zulauf … alle 88-Leute“ sowie „Meine Ehre heißt Treue ….. ich werde diese Verbindung niemals varraten“.

Werl ist jedoch nicht die einzige Person aus der JA HSG, die nachweislich Kontakt zu Neonazis hat. Ann-Kathrin Magnitz besuchte gemeinsam mit Torben Braga (Burschenschaft Germania Marburg, Assistent von Björn Höcke) die Neonazi Initiative Wir lieben Meinigen, im Auftrag der Thüringer AfD-Fraktion. Ziel war es, den Weg für gemeinsame Arbeit zu ebnen.

Mit dieser Veröffentlichung wollen wir die AfD als das entlarven, was sie ist: Eine zum Teil protofaschistische Partei, die massiv Strukturen für (nationalsozialistische) Burschenschafter und AnhängerInnen der Neuen Rechten stellt. Auch wenn es innerhalb der AfD weiterhin Streitigkeiten und Parteiflügel mit mehr Abgrenzungsbedürfnis nach rechtsaußen gibt.

Hintergrund – Die Burschenschaft Germania Kassel

Die Burschenschaft Germania Kassel ging am 4. Dezember 1985 aus der Vereinigung Alter Burschenschafter Kassel (VAB) hervor. Seit 1991 ist sie in der Deutschen Burschenschaft (DB) organisiert.

Haus der Burschenschaft Germania Kassel

(Freie) Kameradschaften kamen und gingen in und um Kassel, die Germania besteht seit mehr als 30 Jahren und ist ein fester Bestandteil rechter Infrastruktur. Die Germania versteht sich als Männerbund auf Lebenszeit und ist pflichtschlagend. Sie ist ein widerlicher Zusammenschluss von elitären Studenten, der seine persönlichkeitsbildende Aufgabe darin sieht, die Mitglieder mittels Härte gegen sich selbst und andere zu unter anderem soldatischer Männlichkeit zu erziehen. Die Germania als Mitgliedsbund der DB versteht sich explizit als eine politische Studentenverbindung. In ihren Strukturen manifestiert sich ihr antifeministischer Charakter. Frauen werden aus dem politischen Leben ausgeschlossen, in dieser vermeintlich männlichen Domäne hätten sie schlicht nichts mitzubestimmen. In der Welt der Burschenschafter gelten sie lediglich als schmückendes Beiwerk. Die DB bekennt sich, so wie ihre Bünde, zu einem volkstumsbezogenen Vaterlandsbegriff. Im Jahr 2011 geriet die DB in den bürgerlichen Medien in die Kritik, als die Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn einen Antrag auf dem Burschentag in Eisenach stellte, in dem die Aufnahme von „Nicht-Biodeutschen“ in die Mitgliedsbünde der DB unterbunden werden sollte. In diesem hieß es unter anderem, dass „beispielsweise […] eine nichteuropäische Gesichts- und Körpermorphologie auf die Zugehörigkeit zu einer außereuropäischen populationsgenetischen Gruppierung und damit auf eine nicht deutsche Abstammung“ hinweise. Die unterzeichnenden Burschenschaften „bekennen sich zum deutschen Volk als Abstammungs- und Schicksalsgemeinschaft und fordern alle deutschen Burschenschafter auf, jeder weiteren Aushöhlung des Volkstums- und Vaterlandsbegriffes entschlossen entgegenzutreten“. Auch die Germania Kassel sprach sich für diesen so genannten „Ariernachweis“ aus. Man kann die Germania also getrost als letzte Nationalsozialistische Erziehungsanstalt in Kassel bezeichnen.

Die Germania hatte noch nie Berührungsängste zu faschistischen Parteien. Dafür gibt es eine Reihe an Belegen: Schon im November 1992 fiel sie durch eine Veranstaltung mit dem rechtsradikalen Liedermacher Frank Rennicke auf. Alle sechs Alben Rennickes, welche bis 1993 erschienen waren, wurden indiziert. Auf dem Konzert des Nazibarden im Germanenhaus war u.a. Björn Breitenfeld, seines Zeichen Funktionär der 1992 verbotenen Partei Nationalistische Front, im Braunhemd erschienen und applaudierte mit „Juda verrecke“. Ebenfalls anwesend waren die beiden Nazifunktionäre der seit 1995 verbotenen Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei (FAP) Dirk Winkel und Markus Eckel, die sich mit „deutschen Gruß“ bzw. „Sieg Heil“ ins Gästebuch eintrugen.

Am 19.11.2004 hatte der mittlerweile verstorbene NPD-Funktionär Jürgen Rieger, verurteilter Holocaustleugner, über das Thema „Germanischer Glaube in unserer Zeit“ referiert. In diesem Zusammenhang ermittelte auch die Kasseler Staatsanwaltschaft, da Rieger auf dem Vortrag im Germanenhaus den nationalsozialistischen Massenmord an Sinti und Roma geleugnet haben soll. Im weiteren Verlauf wurde dem Trägerverein der Germania durch das Finanzamt Kassel die Gemeinnützigkeit aberkannt.

Im Gegensatz zu anderen Burschenschaften kann die Germania nicht auf eine lange Historie zurückblicken, da Kassel erst seit 45 Jahren eine Universität hat. Auch gibt es keine weiteren Burschenschaften in Kassel und das übliche Verbindungswesen ist übersichtlich. Sie besitzen ein Verbindungshaus in Kassel-Wolfsanger in der Wolfsangerstraße 98 welches verglichen mit anderen herrschaftlichen Villen von Burschenschaften erbärmlich wirkt. Dem Tarnverein der Burschenschaft, Studentenwohnheime Kassel-Wolfsanger e.V. gehört direkt gegenüber ein Haus, in dem nicht nur Verbinder wohnen sondern auch normale Studis. Dort wohnte auch Michael Werl von mindestens 2013-2015.

Weitere Beweise für die Ausrichtung der Burschenschaft Germania liefern ihre Mitglieder selbst. Der Lehramtsstudierende, Waffennarr und Wehrmachtsverehrer Jörg Fritsche zeigte beispielsweise auf seinem Facebook-Profil das Tor des KZ Buchenwald. Den desolaten Zustand der Germania bezeugt die Tatsache, dass weder Fritsche noch der Chargierte Daniel Wohlgemuth auf dem offiziellen Burschenschaftshaus wohnen.

Jörg Fritsche, Buchenwald

Seit Jahrzehnten werden die rechten Machenschaften der Kassler Germania von Journalist_innen und Antifagruppen ansTageslicht gezogen. Der Verfassungsschutz glänzt durch Nichtstun und unterstreicht damit seine eigene Überflüssigkeit. Interessant ist jedoch, dass die Seilschaften der Burschenschaften bis in den Verfassungsschutz hinein funktionieren. So ist der Sächsische VS-Präsident Gordian Meyer Plath alter Herr der Burschenschaft Marchia Bonn, deren Vaterlandsbegriff ähnlich ausgelegt wird wie in der Germania Kassel. So liegt es nahe, warum nur wenige Burschenschaften, trotz ihrer politischen Ausrichtung, vom Verfassungsschutz beobachtet werden.

Bereits in unserem ersten Text über die AfD im Jahr 2013 haben wir auf die antiemanzipatorische und rechtsoffene Ausrichtung der Partei hingewiesen. Am Beispiel von Michael Werl ist offensichtlich geworden, das rechtsradikale Ansichten mehrheitsfähig in der Kasseler AfD sind.

Weitere Screenshots der Unterhaltung von Michael Werl

FB-Screenshot, Blitzkrieg

FB-Screenshot, Burschen Nationalsozialisten

FB-Screenshot, Burschenschaft

FB-Screenshot, Landser

FB-Screenshot, Napola und SA

FB-Screenshot, Nationalsozialisten #1

FB-Screenshot, Nationalsozialisten #2

FB-Screenshot, Nationalsozialisten #3

FB-Screenshot, Nationalsozialisten #4

FB-Screenshot, Nationalsozialisten #5

FB-Screenshot, Nationalsozialisten #6

FB-Screenshot, Nationalsozialisten #7

FB-Screenshot, Nationalsozialisten #8

FB-Screenshot, Nationalsozialisten #9

FB-Screenshot, Sieg Heil

FB-Screenshot, Stahlgewitter

FB-Screenshot, Von Thronstahl

FB-Screenshot, Wehrmacht

FB-Screenshot, Wir kommen wieder

Kurzmeldung: ALFA auf den Spuren der AfD

Für den 4. November lädt die ALFA Hessen zu einer Veranstaltung ins Gasthaus Alt Süsterfeld im Eifelweg 28. Ein Vortrag von Rolf Stolz wird mit dem vielsagenden Titel “Willkommen in der Parallel-Gesellschaft” angekündigt. Stolz bezeichnet sich selbst als “dissidentischer Linker”, hat Angst vor der “Überfremdung” Deutschlands und hält die Antifa für faschistoid. Auf der Rückseite des Veranstaltungsflyer wirft die ALFA wahllos Reizworte in den Raum. Mit der Themenwahl wird deutlich, dass der ALFA die Abgrenzung zur AfD schwer fällt und beide Parteien um ein ähnliches Klientel werben.

Die zentrale Lage Kassels machen sich sowohl AfD als auch ALFA zu Nutze. So fand beispielsweise die Gründungsveranstaltung der ALFA im Juli 2015 in Kassel statt. Dennoch gibt es bisher keinen wahrnehmbaren Kasseler Orstverband. Es ist deshalb davon auszugehen, dass auf der Veranstaltungen am 4. November auch versucht werden wird, Interessierte für die Parteiarbeit vor Ort zu gewinnen.

Kurzmeldung: HNA als Plattform für Faschisten

Dem nordhessischen Qualitätsmedium HNA ist mal wieder nicht aufgefallen, wem sie eine Plattform zur Selbstinszenierung bietet. Bereits im März 2016 war es einen Artikel wert, dass irgendjemand abgenommen hat. Konkret ging es um Dennis Langen, zu dem Zeitpunkt 33 Jahre alt und Auszubildender im Awo-Seniorenzentrum in Sontra. Sieben Monate später: Die HNA deckt die skandalöse Verwahrlosung des Cornberger Spielplatzes auf. Als Sprecher der besorgten Cornbeger Eltern tritt Dennis Langen in die Öffentlichkeit, der zuvor Fotos vom Spielplatz auf seine Facebook-Seite hochgeladen hatte. Hätte sich eben jene Seite mal jemand von der HNA angesehen, hätte auffallen können, dass seinen Oberarm gut erkennbar ein Hakenkreuz ziert. Dennis Langen ist kein Vorbild für Übergewichtige sondern offensichtlich ein Faschist, dem die HNA nun erneut eine Plattform geboten hat, sich als engagierter Nachbar und Sprecher der Cornbeger Zivilgesellschaft zu inszenieren. Zudem sollte sich die Awo fragen, was für Leuten sie pflegebedürftige Menschen ausliefert.

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Dennis Langen als besorgter Anwohner mit Thors Hammer, Copacabana-Shirt und ACAB-Tattoo.

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Dennis Langen vor seinem Kampf gegen die Pfunde.

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Dennis Langen in Arbeitskleidung hält ein T-Shirt hoch.

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Dennis Langen ganz seriös mit Hakenkreuz-Tattoo auf dem Oberarm.

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Rangezoomt: Hakenkreuz-Tattoo auf dem Oberarm

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Kurzmeldung: Neonazistische Sommersonnenwendfeier in Nordhessen

Am Wochenende vom 24. bis 26. Juni fand im nordhessischen Knüllgebirge (Landkreis Schwalm-Eder) eine neonazistische Sommersonnenwendfeier statt. Ort der Veranstaltung war, wenig überraschend, das Anwesen, das dem 2014 verstorbenen Neonazi und Holocaustleugner Manfred Röder gehörte. Kurz vor seinem Ableben war das Grundstück offiziell in den Besitz der Tochter der Britin Michèle Renouf, die selbst als Holocaustleugnerin gilt, übergegangen.

Auch in Deutschland umtriebig: Michele Renouf

Auch in Deutschland umtriebig: Michele Renouf

Auf dem Programm standen neben Liederabend und Sonnenwendfeier auch Vorträge von Meinolf Schönborn, Robert Steinert (rechter Verleger), Frank Ludwig (NPD-Funktionär) und Gerd Ittner (international umtriebiger Neonazi). Beworben wurde die Veranstaltung maßgeblich durch Schönborn, der dafür u.a. die Kanäle seines Magazins “Recht und Wahrheit” nutzte. Schönborn machte zuletzt 2013 überregional Schlagzeilen, als im SWR über seine Rolle in der Neonazi-Organisation “Neue Ordnung” berichtet wurde. Die Gäste kamen sowohl aus dem Umland als auch aus dem Rest Deutschlands.

Michèle Renouf ist offenbar darum bemüht, die Tradition fortzusetzt, das abgelegene “Haus Richberg” im Knüll als neonazistische Begegnungsstätte zu nutzen. Die regelmäßig dort stattfindenden Sonnenwendfeiern sind nur ein Beispiel dafür.

Symbolbild: Das "Haus Richberg" im Knüll

Symbolbild: Das „Haus Richberg“ im Knüll

Kein „Tag der deutschen Zukunft“! Gemeinsame Anreise nach Dortmund

UPDATE: Die Tickets können nun für 10,00 Euro im Büro der Partei Die Linke in der Schillerstr. 21 erworben werden. Achtet drauf, dass nur während der Bürozeiten sicher jemand dort anwesend ist.

Bürozeiten:

Montag 14:00 – 16:00 Uhr

Dienstag 14:00 – 18:00 Uhr

Mittwoch 10:00 – 14:00 Uhr

Donnerstag 10:00 – 14:00 Uhr

Freitag 10:00 – 14:00 Uhr

Der Bus fährt gegen 7 Uhr morgens los, wo genau steht auf den Bustickets. Bei Fragen schreibt uns einfach eine E-Mail, wir antworten zeitnah.

Von Kassel aus wird es dieses Jahr eine gemeinsame Anreise mit dem Bus nach Dortmund zum „Tag der deutschen Zukunft“ geben. Gemeinsam mit Genoss*innen aus ganz Deutschland wollen wir am 4. Juni 2016 den Naziaufmarsch in der Dortmunder Nordstadt verhindern.

oder bei twitter unter dem Hashtag #notddz

Kurzmeldung: KSV Hessen Kassel auswärts

Symbolbild: KSV Hessen Kassel - Das Beste aus Nordhessen?

Symbolbild: KSV Hessen Kassel – Das Beste aus Nordhessen?

Nach dem Auswärtsspiel des KSV Hessen Kassel gegen Waldhof Mannheim am 2. April 2016 kam es zu einem Zwischenfall im Frankfurter Hauptbahnhof. Einige KSV-Fans, die offensichtliche Neonazi-Marken wie Thor Steinar trugen, wurden beim Zwischenstopp von einer größeren Gruppe Linker konfrontiert. Die Nordhessen warfen Flaschen sowie Pyrotechnik und riefen „Antifa-Fotzen“ und „Wo wart ihr Silvester?“. Die Auseinandersetzung wurde umgehend von der Polizei beendet. Was nun kaum mehr als eine Randnotiz ist, zeigt exemplarisch, wie sich das Millieu um den Kasseler Sportverein zusammensetzt und dass das Problem von Nazis in der Kurve sich nicht in Luft auflöst, nur weil man es konsequent ignoriert.

Kurzmeldung: „Antifa halt’s Maul“-Pfefferspray aus Nordhessen

Die Neonazi-Band Kategorie C aus Bremen vertreibt auf ihrer Website seit kurzem Pfefferspray der Marke Commando Industries, das sie mit „Antifa halt’s Maul“-Stickern beklebt. Commando Industries ist eine Marke mit Logistikzentrum in Helsa, die besonders bei Neonazis beliebt ist. Der Markengründer Werner Kahl stand in den 80er Jahren vor Gericht, u.a. weil er im Namen einer „Rassistischen Liga“ Sprengsätze unter den Autos von Migranten zündete.

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