Schlagwort-Archive: Burschenschaft Germania Kassel

Texte mit Verknüpfungen zur Burschenschaft Germania Kassel.

Die Neonazi-Studenten: Burschenschaft Germania Kassel

Antifaschistische Recherchebroschüre gegen die Burschenschaft Germania Kassel

Inhalt

  1. Struktur
  2. Politisches Wirken
  3. Rechte Umtriebe
  4. Personenverzeichnis – Outings

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Die Studentenverbindung Germania Kassel ist als einzige Burschenschaft Kassels glücklicherweise allein auf weiter Flur. Dennoch ist sie wie andere Burschenschaften des Dachverbands „Deutsche Burschenschaft“ politisch in der neonazistischen und völkischen Rechten angesiedelt. Seit der letzten öffentlichen Aufmerksamkeit sind einige Jahre vergangen, daher richten wir erneut 2021 einen antifaschistischen Blick auf die Entwicklungen in der Wolfsangerstraße 98 in Kassel.

Es zeigt sich: Die Burschenschaft ist weiterhin eine Institution der rechten Szene in Kassel und verfügt über ein nicht zu unterschätzendes Potential an Aktivisten. Ihre Mitglieder waren und sind dabei häufig über die Burschenschaft hinaus in relevanten rechten Stukturen, darunter dem militanten Neonazismus, aktiv. Gleichzeitig bekleiden die sogenannten Alten Herren der Burschenschaft nach ihrer Studienzeit gesellschaftliche Positionen als Professoren, Schuldirektoren, Lehrer, Reservisten und in einem Fall sogar als stellvertretender Bürgermeister. Ein Grund mehr für uns über die Burschenschaft Germania und die neonazistischen Aktivitäten ihrer Mitglieder aufzuklären.

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Die Burschenschaft Germania

Aus dem Jahresbericht 2019

An vielen universitären Standorten existieren studentische Verbindungen, Burschenschaften und andere männerbündische Reliquien vergangener Jahrhunderte. Meist jedoch an älteren Universitäten, die sich gerne den Stempel „geschichtsträchtig“ aufdrücken möchten.

Doch auch die recht „junge“ Universität Kassel besitzt solche Verbünde mit der farbentragenden Studierendenverbindung TW V. Chattia ( T.V. Bauhütte zu Kassel vorm. Hildburghausen/Thüringen) in der Gartenstraße 17 in Kassel/Wesertor und die farbentragende Burschenschaft Germania Kassel in der Wolfsanger Straße 98 Kassel/Wolfsanger. Letztere fiel vor allem durch ihre rechten und überzeugt nationalsozialistischen Mitglieder immer wieder negativ auf. Die Burschenschaft Germania Kassel ging am 4. Dezember 1985 aus der Vereinigung Alter Burschenschafter Kassel (VAB) hervor. Seit 1991 ist sie in der Deutschen Burschenschaft (DB) organisiert.

Burschenschaft Germania Kassel, Wolfsangerstraße 98

Burschenschaft Germania Kassel, Wolfsangerstraße 98

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Stellungnahme zur tendenziösen Berichterstattung der HNA – Schützenhilfe für die AfD

Es ist notwendig, dass wir uns nochmal zu dem Artikel „Verleumdung gegen Kasseler AfD-Politiker: Nazi-Dialoge waren gefälscht” vom 27.10.2017 in der HNA äußern. In dem besagten Artikel wird uns vorgeworfen, die Chatverläufe zwischen Michael Werl und Lars Seyfarth, die von uns am 13.02.2017 veröffentlicht wurden, gefälscht zu haben. Als Beleg für diese Behauptung wird von der Autorin des Artikels, Ulrike Pflüger-Scherb, ein Schreiben der Staatsanwaltschaft Kassel aufgeführt.
In einer kurzen Pressemitteilung vom 31.10.2017 haben wir die dort gegen uns erhobenen Vorwürfe bereits zurückgewiesen. In diesem Text wollen wir nun ausführlich auf die Berichterstattung der HNA eingehen und zeigen, wie sich die Zeitung immer wieder zur willfährigen Gehilfin der Alternative für Deutschland macht. Im zweiten Teil, der zu einem späteren Zeitpunkt erscheinen wird, tragen wir nochmal einige Informationen zur Person Michael Werl zusammen. Dies ist notwendig, da der rechtsradikale Background Werls nach wie vor ausgeblendet und keine Berücksichtigung in der Berichterstattung findet.

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Pressemitteilung zu dem Vorwurf der Fälschung

Wir beziehen uns im folgenden auf den Online-Artikel „Verleumdung gegen Kasseler AfD-Politiker: Nazi-Dialoge waren gefälscht“ und die AfD-Themenseite in der HNA vom 27.10.2017.

In der Kasseler Ausgabe der HNA vom Freitag und auf der HNA-Website werden wir als Lügner*innen dargestellt und unsere Veröffentlichung über den AfD Fraktionsvorsitzenden Michael Werl als Fälschung denunziert. Diese Vorwürfe weisen wir entschieden zurück.

Es wäre über die Maßen interessant zu erfahren, wie die Kasseler Staatsanwaltschaft zur Erkenntnis gelangt ist, dass die Chatverläufe, in denen sich der Fraktionsvorsitzender der AfD Kassel Michael Werl eindeutig neonazistisch geäußert hatte, angeblich Fälschungen seien. So wird es nämlich in dem Artikel einfach hingestellt, aber nicht weiter ausgeführt. Interessant wäre, worauf sich diese Aussage tatsächlich stützt. Das geht aus dem Artikel von Ulrike Pflüger-Scherb leider nicht hervor. Statt aus besagtem Schreiben der Staatsanwaltschaft zu zitieren, darf sich ausschließlich der junge Stadtverordnete und Burschenschafter Michael Werl in der Zeitung inszenieren.

Wer das journalistische Handwerk beherrscht und ernst nimmt, wäre außerdem zu der Erkenntnis gelangt, dass es sich bei der Veröffentlichung über Werl und jener über Kohlweg um zwei gänzlich verschiedene Sachverhalte handelt. Das hätten wir auch der HNA mitgeteilt, wenn diese im Rahmen ihrer „Recherche“ Kontakt zu uns aufgenommen hätte. Während durch die Veröffentlichung der Werl-Protokolle auf unserem Blog (dessen Adresse übrigens task.noblogs.org ist, in der HNA falsch wiedergegeben) zumindest die Urheberin klar ist, wurden die Kohlweg-Screenshots ausschließlich bei linksunten.indymedia veröffentlicht. Dort ist es grundsätzlich jeder Person möglich, anonyme Beiträge zu verfassen und zu veröffentlichen.

Um ein bisschen weiter auszuholen: Als Antifa-Gruppe kann es strategisch sinnvoll sein, halb-anonym zu agieren, da die Arbeit immer mit einem gewissen Risiko verbunden ist. Als Gruppe arbeiten wir allerdings seit Jahren kontinuierlich und professionell an Veröffentlichungen über lokale Nazi-Strukturen. Die von uns gemachten Veröffentlichungen stehen somit in einer Kontinuität. Durch die zuverlässige Recherchearbeit der Gruppe haben wir uns eine entsprechende Glaubwürdigkeit erarbeitet. Niemand kann nun ernsthaft davon ausgehen, dass wir das Einzige, was wir als Sicherheit in der Öffentlichkeit haben, nämlich dass unsere Recherche immer gründlich ist und Gewicht hat, dadurch zerstören, das wir uns einfach irgendetwas ausdenken, um der AfD zu schaden. Dazu bietet sie selbst genug eigene Angriffsfläche.

Wir versichern allen, die die von uns gemachten Veröffentlichungen gelesen oder sich darauf bezogen haben, dass es keine Fälschungen sind. Wir fordern darüber hinaus, dass transparent gemacht wird, wie die Staatsanwaltschaft zu der Erkenntnis gelangt sein will, dass es sich bei unserer Veröffentlichung um eine Fälschung handelt.

Darüber hinaus kritisieren wir entschieden die Berichterstattung der HNA als tendenziös und journalistisch fehlerhaft. Dadurch bietet sie gezielt Rechtsradikalen ein Podium. Sie blendet konsequent den politischen Hintergrund Werls aus. Dass Werl Kontakte zur Burschenschaft Germania hatte, streitet er nicht mal ab. Dort habe er nur Leute kennen gelernt, die „korrekt, wertkonservativ und traditionell“ seien. (FAZ 05.06.2016)

Wie bereits 2013 durch unsere Recherche und diverse Presseartikel belegt, handelt es sich bei der Burschenschaft Germania um einen faschistischen Männerbund. Dieser Sachverhalt wird von der HNA allerdings konsequent aus der Debatte raus gehalten.

Gruppe TASK, im Herbst 2017

Michael Werl: AfD-Fraktionsvorsitzender und Neonazi Burschenschafter

Seit November 2016 ist Michael Werl Fraktionsvorsitzender der AfD in Kassel. Mit ihm befindet sich nun ein Burschenschafter und Neonazi an der Spitze der Fraktion. Screenshots einer Facebook-Unterhaltung belegen seine Gesinnung. Mit diesem Text wollen wir öffentlich machen, um wen es sich bei Michael Werl wirklich handelt. Zudem weisen wir erneut auf die Beziehungen von AfD, Neonazis und Burschenschaften hin.

Michael Werl - Neonazi bei der AfD

Michael Werl – Neonazi bei der AfD

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AfD Kassel bei der Kommunalwahl

Am 6. März ist in Kassel Kommunalwahl und erstmals tritt auch die “Alternative für Deutschland” (AfD) an. Bedenkt man, dass die AfD Kassel-Stadt seit ihrer Gründung dem Parteiflügel rechtsaußen nahe steht, verwundert es nicht, dass mit Michael Werl einer der Spitzenkandidaten gleichzeitig Burschenschafter der Germania Kassel ist.

Viele von euch werden sich noch daran erinnern, dass die Kasseler AfD keine Bedenken hatte, monatelang gemeinsam mit Neonazis, rechtsradikalen Hooligans, VerschwörungstheoretikerInnen und anderen RassistInnen die KAGIDA-Kundgebungen zu besuchen; ja ihr Sprecher Manfred Mattis sogar regelmäßig als Redner dort auftrat.

Aus gegebenem Anlass haben wir hier nochmal ein paar unserer etwas älteren Hintergrundtexte zusammengestellt.

Anlässlich der Gründung der AfD haben wir bereits im Jahr 2013 ein Papier über die inhaltliche Konstitution einer rechtskonservativen Partei und ihre Verbindungen zur radikalen Rechten in Nordhessen veröffentlicht.

Wem die Burschenschaft Germania Kassel bisher kein Begriff ist, sei ein Artikel von uns ebenfalls aus dem Jahr 2013 empfohlen.

Weitere Informationen zur AfD

Jahresbericht 2013

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • 1. Vorbemerkungen
  • 2. Aktivitäten
  • 2.1 „Die Rechte“ Werra-Meißner-Kreis
  • 2.2 Eichsfelder Heimattag der NPD
  • 2.3 Rechtsrockkonzert in Sollstedt
  • 2.4 Besitzerwechsel „Reichshof“ in Schwarzenborn
  • 2.5 Jacob Grimm-Gedenken in Spiekershausen
  • 2.6 Montagsdemo
  • 2.7 Flüchtlingsunterkünfte in Nord-Holland und dem Forstfeld
  • 3. Wahlen
  • 3.1 Wahlkampfveranstaltungen
  • 3.2 Landtags- und Bundestagswahlergebnisse
  • 4. Gruppierungen
  • 4.1 Identitäre Bewegung
  • 4.2 Burschenschaft Germania
  • 5. Zusammenfassung und Ausblick auf die extreme Rechte Weiterlesen

Die Kasseler Burschenschaft Germania

Die Burschenschaft Germania Kassel ging am 4. Dezember 1985 aus der Vereinigung Alter Burschenschafter Kassel (VAB) hervor. Seit 1991 ist sie in der Deutschen Burschenschaft (DB) organisiert.1 Die DB bekennt sich, so wie ihre Bünde, zu einem volkstumsbezogenden Vaterlandsbegriff. Erst 2011 geriet die DB in den bürgerlichen Medien wieder in die Kritik, als die Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn einen Antrag auf dem Burschentag in Eisenach stellte, in dem die Aufnahme von „Nicht-Biodeutschen“ in die Mitgliedsbünde der DB unterbunden werden sollte. In diesem hieß es unter anderem, dass „beispielsweise […] eine nichteuropäische Gesichts- und Körpermorphologie auf die Zugehörigkeit zu einer außereuropäischen populationsgenetischen Gruppierung und damit auf eine nicht deutsche Abstammung“ hinweise. Die unterzeichnenden Burschenschaften „bekennen sich zum deutschen Volk als Abstammungs- und Schicksalsgemeinschaft und fordern alle deutschen Burschenschafter auf, jeder weiteren Aushöhlung des Volkstums- und Vaterlandsbegriffes entschlossen entgegenzutreten“. Auch die Germania Kassel sprach sich für diesen so genannten „Ariernachweis“ aus.2

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Redebeitrag auf der Demonstration „Ehre, Freiheit, Vaterland…drauf geschissen!“

Für das Bündnis gegen Burschentage in Eisenach hielten wir am 6.12.2012 auf der Demonstration gegen die Seminarveranstaltung der Kasseler Burschenschaft ‚Germania‘ folgenden Redebeitrag:

Ob in Eisenach, Stuttgart oder anderswo: Sexisten, Rassisten und Nationalisten konsequent bekämpfen.
Die aktuellen Skandale rund um den größten verbindungsstudentischen Dachverband „Deutsche Burschenschaft“ (DB), häufen sich. Zwar wird seit Jahrzehnten von antifaschistischer und feministischer Seite auf das sexistische und rassistische Fundament des Dachverbandes hingewiesen und auch die guten Kontakte zum organisierten  Neonazismus boten immer wieder Anlass zu Protesten, Demonstrationen und vielfältigen direkten Aktionen. Dennoch befindet sich der Dachverband erst seit 2011 in einer tiefen Krise. Interne Streitigkeiten und schwindende Mitgliederzahlen bereiten große Sorgen, vor allem seit Kritik nicht mehr nur in linken Szenemedien, sondern nunmehr auch in der bürgerlichen Presse laut wird.

Ebenfalls im Jahr 2011 wurde das erste Mal seit Jahren überregional gegen den jährlich stattfindenden Burschentag der DB in Eisenach demonstriert. Nach einer bundesweiten Mobilisierung zogen damals im Juni über 500 Teilnehmer_innen durch das beschauliche Provinzstädtchen mit starker Naziszene. Es war eine der größten antifaschistischen und feministischen Demonstrationen, die es seit langem in  Eisenach gab. Auch im Jahr 2012 beteiligten sich mehr als 400 Demonstrant_innen an den Protesten. Trotz der zunehmenden öffentlichen Kritik nahm die Bundesregierung die Deutsche Burschenschaft noch im Juli 2012 in einer Stellungnahme in Schutz. Sie könne keine Hinweise auf Rechtsextremismus innerhalb der DB entdecken, zitierte die Frankfurter Rundschau. Das wäre ja auch ein Ding: Immerhin ist ja auch  Verkehrsminister Peter Ramsauer Mitglied der DB. Aber genau das zeigt die enge (historische) Verflechtung von deutschen Rechtskonservativen und Nazis: Auch wenn die Bundesregierung es leugnet, dienen Burschenschaften schon immer als Scharnier zwischen bürgerlicher Mitte und Nazis.
Die Burschen sind nun einmal auch Konservative und müssen daher ebenso als diese kritisiert werden. Dadurch, dass sie ihren Konservatismus so betonen, können sie sich leicht von „Nazis“ und „jeglichem Extremismus“ abgrenzen. Doch klar ist, diese Abgrenzung ist rein formal, jedoch – dank des fragwürdigen Exremismusbegriffs, der die „Extreme“ an den Rändern verortet – gesellschaftlich akzeptiert. Anhand der Burschen zeigt sich, dass Nationalismus, Neofaschismus und Rassismus aus der sogenannten „Mitte der Gesellschaft“
kommen.

Stating the obvious…
Kurz vor dem jährlich stattfindenden Burschentag im Jahr 2011 wurden Interna der DB veröffentlich, die „Putschpläne“ der Burschenschaftlichen Gemeinschaft aufdeckten. Dieser Zusammenschluss ist einer der größten Flügel innerhalb der DB und zeichnet sich durch einen besonders ausgeprägten völkischen Nationalismus und Rassismus aus. Teil dieses Flügels ist unter anderem Die Alte Breslauer der Raczeks aus Bonn. Diese wurde im vergangenen Jahr gleich zwei Mal zum Gegenstand öffentlicher Kritik. Sie hatte zum einen den Ausschluss einer Mannheimer Burschenschaft gefordert, weil diese ein Mitglied aufgenommen habe, das nach den rasisstischen Kriterien der Raczeks kein echter Deutscher war. Zum anderen hatte Norbert Weidner (Schriftleiter der Burschenschaftlichen Blätter, früherer FAP-Kader und heute eben Mitglied der Raczeks) den christlichen Widerstandskämpfer gegen den  Nationalsozialismus, Dietrich Bonhoeffer, als
„Landesverräter“ und dessen Ermordung durch die Nazis im KZ als „rein juristisch
gerechtfertigt“ bezeichnet. Im letzten Jahr gründete sich, aus Protest gegen die zutage geförderten Nazis der DB, die Initiative Burschenschaftliche Zukunft (IBZ). Diese Initiative, deren Mitgliedern auf einmal
aufgefallen sein muss, dass sie jahrelang gemeinsam mit Nazis gesoffen haben, gibt sich tolerant und liberal. Die Abgrenzung ist jedoch bloß formal und strategisch. Die Grundwerte der DB, die in erheblichen Maße vom gesamten Verbindungsmilieu geteilt werden, stellt die Initiative nicht infrage. Frauen sind konsequent aus den Verbindungen ausgeschlossen und
Homosexualität wird geächtet. Auf dem Burschentag werden am Denkmal für die deutschen Opfer beider Weltkriege, alle drei Strophen des Deutschlandliedes gesungen – von allen und in trauter Eintracht. Die interne Spaltung hinterlässt, trotz der inhaltlichen  Gemeinsamkeiten, dennoch tiefe Wunden. So gibt es Gerüchte über  Massenaustritte. Intern wird vereinzelt sogar die Auflösung der DB gefordert.
Unser Kampf gilt der falschen Gesellschaft!
Gerade wenn vermeintlich liberale (Ex-)Burschenschafter sich den Kampf gegen die Nazis der DB auf die Fahne schreiben, halten wir es für notwendig, unsere grundsätzliche Kritik an diesem Dachverband und den gemeinsamen rechten Werten von Studentenverbindungen auf die Straße zu tragen! Denn leicht wird verkannt, dass die Neonazis der DB und ihre Ideologie aus der sogenannten Mitte der Gesellschaft kommen und allzu gerne wird verdrängt, dass Sexismus, Homophobie, Antisemitismus und Rassismus kein Alleinstellungsmerkmal der Naziburschen sind. Unsere Kritik gilt daher zuallererst der Gesellschaft, die solche Ideologien und Institutionen überhaupt erst hervorbringt.
Wir, das Bündnis gegen Burschentage werden deswegen weiterhin aktiv gegen die DB und
den rassistischen und antifeministischen Mist, den die Burschen vertreten, vorgehen!
Deswegen heißt es auch im November, wenn sich die Burschen zu ihrem außerordentlichen
Burschentag in Stuttgart treffen:
Gegen männerbündische Strukturen und Homophobie!
Für den Feminismus und ein selbstbestimmtes Leben!
Für eine Gesellschaft jenseits von Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus!