Archiv der Kategorie: Neuigkeiten

Querdenken – Montagsspaziergänge und rechte Beteiligung

Fast bundesweit haben die Montagsspaziergänge der Querdenken-Bewegung es in den letzten Wochen geschafft eine neue Protestdynamik zu entfalten. In Kassel ziehen wöchentlich mittlerweile etwa 500 „Corona Rebellen“ durch die Stadt, hinzu kommen alle zwei Wochen angemeldete Aufmärsche. Die reaktionäre Stoßrichtung der Bewegung sowie die kollektive Erfahrung des vermeintlichen Widerstands aktiviert dabei auch Personen aus den verschiedenen Spektren der Kasseler Rechten. Einige Personen davon möchten wir im Folgenden kurz vorstellen.

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Update: Querdenken in Kassel

Seit einigen Wochen erfährt die bundesweite Querdenken- und Coronaleugnerszene einen erneuten Aufwind. Davon profitiert auch der Ableger in Kassel.

Die Kundgebungen der Kasseler Querdenker und Coronaleugner finden derzeit alle vierzehn Tage samstags statt. Die letzten beiden Kundgebungen, waren wieder vergleichsweise gut besucht. Am 27.11.2021 kamen etwa 300 Personen zum Kasseler Rathaus und am 11.12.2021 versammelten sich erneut etwa 250 Personen vor dem Kasseler Hauptbahnhof. Der immer freitags stattfindende Autokorso der Kasseler Querdenker war dagegen zuletzt mit ca. 20 PKW nicht außergewöhnlich groß.

Querdenken-Kundgebung am 27.11. in Kassel (Quelle: Pixelarchiv)

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Mutmaßlicher Rechtsterrorist aus Spangenberg für CDU aktiv

Wie gestern durch verschiedene Medienberichte bekannt geworden ist, sitzt ein 20-jähriger aus Spangenberg bereits seit Mitte September wegen der Vorbereitung einer „schweren staatsgefährdenden Gewalttat“ und Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz in Untersuchungshaft. Bei dem Verhafteten handelt es sich um Marvin Euhus, der mit seiner Familie in Spangenberg wohnt und eine Ausbildung zum Tischler macht. Bei der Durchsuchung fanden Ermittler:innen der Polizei nach eigenen Angaben zahlreiche Sprengkörper und ein selbstgeschriebenes, rassistisches Manifest, in welchem er einen Rassenkrieg herbeiphantasiert.

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Die Neonazi-Studenten: Burschenschaft Germania Kassel

Antifaschistische Recherchebroschüre gegen die Burschenschaft Germania Kassel

Inhalt

  1. Struktur
  2. Politisches Wirken
  3. Rechte Umtriebe
  4. Personenverzeichnis – Outings

[hier als .pdf lesen]

Die Studentenverbindung Germania Kassel ist als einzige Burschenschaft Kassels glücklicherweise allein auf weiter Flur. Dennoch ist sie wie andere Burschenschaften des Dachverbands „Deutsche Burschenschaft“ politisch in der neonazistischen und völkischen Rechten angesiedelt. Seit der letzten öffentlichen Aufmerksamkeit sind einige Jahre vergangen, daher richten wir erneut 2021 einen antifaschistischen Blick auf die Entwicklungen in der Wolfsangerstraße 98 in Kassel.

Es zeigt sich: Die Burschenschaft ist weiterhin eine Institution der rechten Szene in Kassel und verfügt über ein nicht zu unterschätzendes Potential an Aktivisten. Ihre Mitglieder waren und sind dabei häufig über die Burschenschaft hinaus in relevanten rechten Stukturen, darunter dem militanten Neonazismus, aktiv. Gleichzeitig bekleiden die sogenannten Alten Herren der Burschenschaft nach ihrer Studienzeit gesellschaftliche Positionen als Professoren, Schuldirektoren, Lehrer, Reservisten und in einem Fall sogar als stellvertretender Bürgermeister. Ein Grund mehr für uns über die Burschenschaft Germania und die neonazistischen Aktivitäten ihrer Mitglieder aufzuklären.

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Schon wieder „Querdenken“ in Kassel

Für den kommenden Samstag, den 24. Juli 2021, ist erneut eine bundesweite „Querdenken“-Demonstration in Kassel angekündigt. Auch einige Tage vor der Demonstration ist es noch schwierig, eine verlässliche Einschätzung über die Mobilisierungskraft der „Querdenker“ zu treffen.

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Das war der 20. März in Kassel

Der Großaufmarsch der Querdenker*innen in Kassel am 20. März war bundesweit in der Presse und hat für zahlreiche Skandale gesorgt. Warum sich der Aufmarsch überhaupt in dieser Art und Weise vollziehen konnte, warum die paar eingesetzten Bullen mit großer Brutalität gegen Blockierer*innen vorgegangen sind, darüber wird auch in den kommenden Wochen noch viel diskutiert werden. Wir wollen mit einer kurzen Einschätzung über die Beteiligung des rechten Spektrums beim Aufmarsch am 20. März in Kassel dazu beitragen, die Geschehnisse aus antifaschistischer Perspektive bewerten zu können.

Die Kasseler AfD auf der Querdenken Demonstration am 20.03.2021. Im Vordergrund von links nach rechts: Gerhard Schenk, Michael Moses-Meil, Sven Dreyer (mit Schild)

Die Kasseler AfD auf der Querdenken Demonstration am 20.03.2021. Im Vordergrund von links nach rechts: Gerhard Schenk, Michael Moses-Meil, Sven Dreyer (mit Schild)

Der folgende Beitrag wird laufend ergänzt. Stand: 18. April

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„Freie Bürger Kassel“ planen Großdemonstration am 20.03.2021

Die „Freien Bürger Kassel“, hervorgegangen aus „Querdenken561“, planen derzeit eine Großdemonstration am 20.03.2021 in Kassel. Unter dem Motto „Frühlingserwachen – die Welt steht auf“ wird in einem Anflug von Größenwahn angekündigt, Kassel werde an diesem Tag zum Zentrum einer „weltweiten Mega-Demo“. Dazu werden in einem eigenen Telegram-Channel mit aktuell 13.000 Mitgliedern weitere Demonstrationen und Kundgebungen in angeblich mehr als 30 Ländern beworben. Auch wenn hinter den Ankündigen von Versammlungen in den meisten Ländern keine Strukturen stehen, muss gegenwärtig doch damit gerechnet werden, dass Kassel am 20.03 zumindest zu einem Schauplatz der deutschlandweiten „Querdenken“-Bewegung wird.

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Aufdecken! Broschüre gegen die AfD Kassel

Broschüre gegen die Alternative für Deutschland im Kasseler Kommunalwahlkampf 2021

[hier als .pdf lesen]

  1. AfD Kassel – Die Stephan Ernst Partei
  2. Die Junge Alternative in Kassel
  3. Ein Neonazi auf der Wahlliste
  4. AfD Funktionäre Kassel Stadt
  5. AfD Funktionäre Kassel Land
  6. Wahllisten

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AfD Kreis Kassel stellt militanten Neonazi zur Wahl auf

Die lokale Kasseler Antifa Gruppe informiert, dass die „Alternative für Deutschland“ Kreis Kassel zur Kommunalwahl im März 2021 den langjährigen Kameradschafts-Neonazi Christian Wenzel, Weggefährte von Stephan Ernst, aufstellt.

Christian Wenzel heute

Christian Wenzel heute

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Die „Querdenken“-Bewegung in Kassel – Ein Rückblick auf 2020

Seit unserer ersten Einschätzung zu den „Hygiene Demos“ in Kassel hat sich viel getan: die „Querdenken“-Bewegung konnte sich bundesweit etablieren und Großdemonstrationen wie in Berlin und Leipzig haben ihre Gefährlichkeit auch auf der Straße bestätigt. Sie ist zum Sammelbecken und Aktionsfeld der extremen Rechten geworden – Hooligans, „Neue Rechte“ und Neonazis konnten in ihrem Schutz und mit der Zustimmung des mobilisierten Volkes zeitweise weitgehend ungehindert in Aktion treten.

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Jahresbericht 2019

Nach längerer Pause ist unser Jahresbericht rechter Aktivitäten in Kassel und Umgebung für das Jahr 2019 erschienen und kann ab jetzt hier als PDF angesehen und heruntergeladen werden. Link zum pdf

Nachtrag Januar 2022: Der vorig im Artikel „Die AfD in Kassel“ geführte Lothar J. ist nach eigenen Angaben nicht mehr Mitarbeiter der Marbachshöhe und steht ebenfalls nach eigenen Angaben der AfD nicht nahe. Michael Groth betreibt die Gaststätte Marbachshöhe in Eigenregie.

Das Netzwerk der KSV-Hooligans: Neonazis, Kampfsport und Fußball

Malte Ahlbrecht, geboren am 25.01.1994, ist fest in die Strukturen der Kasseler Hooligan-Szene eingebunden. Weiterhin als relevante Figur in der militanten Neonaziszene um Thorsten Heise aktiv und Combat 18 im Dreiländereck. Er war letztlich mitverantwortlich für zwei große neonationalsozialistische Zeitschriften. Eine strukturelle Betrachtung eines Teils der Kasseler Naziszene.

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„Hygiene-Demos“ auch in Kassel – Eine erste Einschätzung

Seit Wochen auch Proteste gegen die Corona-Maßnahmen in Kassel +++ Beteiligung von Neonazis, Verschwörungsideolog*innen und Reichsbürger*innen

Einige von euch haben es sicher schon mitbekommen: unter dem Label „nicht ohne uns“ als Teil der Sammlungsbewegung des sogenannten „Demokratischen Widerstands“ versammeln sich seit mehreren Wochen auch in Kassel Menschen zu sogenannten „Hygiene-Demos“. Bundesweit finden Veranstaltungen wie diese statt, um für die Grundrechte zu demonstrieren; bundesweit nehmen daran auch Neonazis, Verschwörungsideolog*innen und Reichsbürger*innen teil.

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Prozess gegen Sascha Stein begonnen

Am 02.03.2020 begann der Prozess gegen Sascha Stein, u.a. wegen versuchten Totschlags.

Im Juni 2015 hatte er einen 51-jährigen Mann in Espenau (Landkreis Kassel) so schwer verletzt, dass er für mehrere Jahre im Koma lag und heute ein Pflegefall ist. In der Berichterstattung über den Fall wird bis heute konsequent der politische Hintergrund Steins verschwiegen. Wie wir bereits anlässlich seiner Festnahme berichteten, handelt es sich bei Stein um einen gewalttätigen Neonazi, der sich als Ordner während der KAGIDA-Aufmärsche hervortat. Ein Foto zeigt Stein (Mitte, weißer Pullover) gemeinsam mit dem Kasseler Neonazi Christian Möhring (Zweiter von links mit Basecap, Tattoos und Bierflasche) sowie dem Oidoxie-Bandmitglied Marco Eckert (Zweite Reihe, Zigarette im Mundwinkel und Mittelfinger) vor der Kneipe NightTime in der Kasseler Fünffensterstr.

Stein werden zudem diverse Körperverletzungen, sexuelle Belästigung sowie Fahren ohne Fahrerlaubnis unter Einfluss von Alkohol und anderen Substanzen vorgeworfen. Ein Urteil wurde noch nicht gesprochen, weitere Verhandlungstage sollen folgen.

Die Burschenschaft Germania

Aus dem Jahresbericht 2019

An vielen universitären Standorten existieren studentische Verbindungen, Burschenschaften und andere männerbündische Reliquien vergangener Jahrhunderte. Meist jedoch an älteren Universitäten, die sich gerne den Stempel „geschichtsträchtig“ aufdrücken möchten.

Doch auch die recht „junge“ Universität Kassel besitzt solche Verbünde mit der farbentragenden Studierendenverbindung TW V. Chattia ( T.V. Bauhütte zu Kassel vorm. Hildburghausen/Thüringen) in der Gartenstraße 17 in Kassel/Wesertor und die farbentragende Burschenschaft Germania Kassel in der Wolfsanger Straße 98 Kassel/Wolfsanger. Letztere fiel vor allem durch ihre rechten und überzeugt nationalsozialistischen Mitglieder immer wieder negativ auf. Die Burschenschaft Germania Kassel ging am 4. Dezember 1985 aus der Vereinigung Alter Burschenschafter Kassel (VAB) hervor. Seit 1991 ist sie in der Deutschen Burschenschaft (DB) organisiert.

Burschenschaft Germania Kassel, Wolfsangerstraße 98

Burschenschaft Germania Kassel, Wolfsangerstraße 98

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