Archiv des Autors: task

Prozess gegen Sascha Stein begonnen

Am 02.03.2020 begann der Prozess gegen Sascha Stein, u.a. wegen versuchten Totschlags.

Im Juni 2015 hatte er einen 51-jährigen Mann in Espenau (Landkreis Kassel) so schwer verletzt, dass er für mehrere Jahre im Koma lag und heute ein Pflegefall ist. In der Berichterstattung über den Fall wird bis heute konsequent der politische Hintergrund Steins verschwiegen. Wie wir bereits anlässlich seiner Festnahme berichteten, handelt es sich bei Stein um einen gewalttätigen Neonazi, der sich als Ordner während der KAGIDA-Aufmärsche hervortat. Ein Foto zeigt Stein (Mitte, weißer Pullover) gemeinsam mit dem Kasseler Neonazi Christian Möhring (Zweiter von links mit Basecap, Tattoos und Bierflasche) sowie dem Oidoxie-Bandmitglied Marco Eckert (Zweite Reihe, Zigarette im Mundwinkel und Mittelfinger) vor der Kneipe NightTime in der Kasseler Fünffensterstr.

Stein werden zudem diverse Körperverletzungen, sexuelle Belästigung sowie Fahren ohne Fahrerlaubnis unter Einfluss von Alkohol und anderen Substanzen vorgeworfen. Ein Urteil wurde noch nicht gesprochen, weitere Verhandlungstage sollen folgen.

Die Burschenschaft Germania

Aus dem Jahresbericht 2019

An vielen universitären Standorten existieren studentische Verbindungen, Burschenschaften und andere männerbündische Reliquien vergangener Jahrhunderte. Meist jedoch an älteren Universitäten, die sich gerne den Stempel „geschichtsträchtig“ aufdrücken möchten.

Doch auch die recht „junge“ Universität Kassel besitzt solche Verbünde mit der farbentragenden Studierendenverbindung TW V. Chattia ( T.V. Bauhütte zu Kassel vorm. Hildburghausen/Thüringen) in der Gartenstraße 17 in Kassel/Wesertor und die farbentragende Burschenschaft Germania Kassel in der Wolfsanger Straße 98 Kassel/Wolfsanger. Letztere fiel vor allem durch ihre rechten und überzeugt nationalsozialistischen Mitglieder immer wieder negativ auf. Die Burschenschaft Germania Kassel ging am 4. Dezember 1985 aus der Vereinigung Alter Burschenschafter Kassel (VAB) hervor. Seit 1991 ist sie in der Deutschen Burschenschaft (DB) organisiert.

Burschenschaft Germania Kassel, Wolfsangerstraße 98

Burschenschaft Germania Kassel, Wolfsangerstraße 98

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Bernd Tödter und „Sturm 18“

Aus dem Jahresbericht 2019

Für viele ist der Name Bernd Tödter bekannt, da dieser in verschiedenen extrem rechten Kameradschaften und Gruppen auftauchte. Er ist jedoch ebenfalls für seine Gewaltbereitschaft namenhaft, aufgrund derer er als gefährliche Person einzuschätzen ist.

Gruppenfoto „Aryan Circle“, Bernd Tödter in der Mitte

Gruppenfoto „Aryan Circle“, Bernd Tödter in der Mitte

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Die AfD in Kassel

Aus dem Jahresbericht 2019

Bei der Landtagswahl in Hessen am 28.10.2018 schaffte die Alternative für Deutschland (AfD) mit 13,1 % der Stimmen auch im letzten deutschen Landtag den Sprung über die 5 % Hürde und war somit in allen Bundesländern (als Oppositionspartei) vertreten. Im Wahlkreis Kassel-Stadt I trat Manfred Mattis zur Wahl für die AfD an und holte 8,7 % der Stimmen. Mattis, schon seit den Anfängen der AfD in Kassel Teil der Partei, trat auch außerhalb dieser in Erscheinung. So agierte er z.B. als Redner bei KAGIDA und trat zuletzt auch als Schaulustiger des Kutschera-Prozesses in Erscheinung.

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Combat 18 Deutschland und Stanley Röske

Aus dem Jahresbericht 2019

Im Jahr 2018 gelang es antifaschistischen Recherchestrukturen aufzudecken, dass der (zu der Zeit) in Kaufungen lebende Stanley Röske eine zentrale Rolle in den „Combat 18 Deutschland“ Strukturen innehat. Es könne davon ausgegangen werden, dass eine bereits so lang bestehende Struktur neben der behördlichen Blindheit für neonazistische Strukturen die Grundregeln des konspirativen Handelns in und auswendig kennt, vor allem, weil einzelne Führungspersonen bereits sehr erfahren sind.

Stanley Röske

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Der Mord an Walter Lübcke

Aus dem Jahresbericht 2019

Am 02. Juni wurde Walter Lübcke auf seiner Terrasse in Wolfhagen erschossen. Kurze Zeit später wurde Stephan Ernst, der jahrzehntelang in rechtsradikalen Kreisen verkehrte, festgenommen. Es folgt eine Chronologie der Ereignisse und eine politische Einordnung der Tat.

Markus Hartmann (links, mit Mütze und Telefon in der Hand) und Stephan Ernst (rechts) bei AfD-Demonstration in Chemnitz 2018

Markus Hartmann (links, mit Mütze und Telefon in der Hand) und Stephan Ernst (rechts) bei AfD-Demonstration in Chemnitz 2018

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Razzia und Sonnenwendfeier in Kirtorf

Im Rahmen der Ermittlungen gegen Polizeibeamt*innen in Frankfurt nach der Bedrohung der Anwältin Seda Basay-Yildiz stießen die Kolleg*innen auch auf polizeiinterne WhatsApp-Chats. Darin wurde die rechtsradikale Gesinnung der Polizeibeamt*innen deutlich. In diesem Zusammenhang kam es bereits am 25. Oktober zu einer Durchsuchung auch im mittelhessischen Kirtorf (Vogelsbergkreis).

In der Vorweihnachtszeit kam es zu einer weiteren Polizeiaktion in Kirtorf. Am 21.12. organisierten Neonazis eine Sonnenwendfeier, die von der Polizei „beobachtet“ wurde. Obwohl Platzverweise ausgesprochen wurden und kein Feuer angezündet werden durfte, konnte die Sonnenwendfeier stattfinden.

Kirtorf ist schon länger ein Schwerpunkt der hessischen Naziszene  (ag5 marburg oder der rechte rand) und geriet zuletzt durch den Film „Blut muss fließen“ in die Öffentlichkeit, da viele der heimlich dokumentierten Rechstrockkonzerte dort stattfanden.

Neue Veröffentlichung zu „Combat 18“ mit Nordhessen-Schwerpunkt

Die antifaschistische Rechercheplattform Exif veröffentlichte am 16. Juli 2018 einen umfangreichen Bericht über die Machenschaften und Strukturen der „Combat 18“-Neugründung. Einer der Schwerpunkte der Veröffentlichung ist der „Sektionsleiter“ Stanley Röske aus dem nordhessischen Kaufungen.

Der gesamte Text ist abrufbar unter https://exif-recherche.org/?p=4399

Kurzmeldung: „Kandel ist überall“ auch in Kassel

Am 13. und 27. Februar fand in Kassel eine Kundgebung gegen Gewalt an Frauen vor dem Rathaus statt. Die Nähe zu AfD und „Kandel ist überall“ weisen auf einen rassistischen Hintergrund hin.

Auf Facebook wurde die Aktion ausschließlich von der AfD und der offiziellen Facebook-Seite von „Kandel ist überall“ aufgegriffen. Dort wurde zuvor dazu aufgerufen, Aktionen und Fotos vor dem eigenen Rathaus zu machen, um die rechte Initiative in Kandel zu unterstützen. Es ist also trotz unscheinbaren Auftretens davon auszugehen, dass die Kundgebung vor dem Kasseler Rathaus in diesem Kontext stattfindet und einen rassistischen Hintergrund hat.

Nachdem in Kandel eine Fünfzehnjährige von ihrem Ex-Freund im Streit getötet worden war, gingen bis zu 4.500 Menschen auf die Straße. Schnell war klar, dass es den Organisator*innen nur am Rande um Gewalt an Frauen geht. Als Gegenmaßnahmen werden beispielsweise die Schließung der deutschen Grenze sowie konsequentere Abschiebepolitik gefordert. Die aus dem AfD-Umfeld organisierten Demonstrationen zogen u.a. rechte Hooligans und die Identitäre Bewegung an. Von der Partei selbst wird die Initiative als rechte Bürgerbewegung und „Durchbruch im Westen“ gefeiert.

Wie schon bei Pegida scheint es auch in Kassel einen Ableger zu geben. Zwar verzichten die Organisator*innen (wahrscheinlich bewusst) auf offensichtlich rassistisches Material auf der Kundgebung oder eine eindeutige politische Einordnung. Zumindest einige der beteiligten Personen legen jedoch auch in Kassel eine Verbindung zur AfD nahe.

Am kommenden Dienstagnachmittag soll die Kundgebung erneut stattfinden.

Stellungnahme zur tendenziösen Berichterstattung der HNA – Schützenhilfe für die AfD

Es ist notwendig, dass wir uns nochmal zu dem Artikel „Verleumdung gegen Kasseler AfD-Politiker: Nazi-Dialoge waren gefälscht” vom 27.10.2017 in der HNA äußern. In dem besagten Artikel wird uns vorgeworfen, die Chatverläufe zwischen Michael Werl und Lars Seyfarth, die von uns am 13.02.2017 veröffentlicht wurden, gefälscht zu haben. Als Beleg für diese Behauptung wird von der Autorin des Artikels, Ulrike Pflüger-Scherb, ein Schreiben der Staatsanwaltschaft Kassel aufgeführt.
In einer kurzen Pressemitteilung vom 31.10.2017 haben wir die dort gegen uns erhobenen Vorwürfe bereits zurückgewiesen. In diesem Text wollen wir nun ausführlich auf die Berichterstattung der HNA eingehen und zeigen, wie sich die Zeitung immer wieder zur willfährigen Gehilfin der Alternative für Deutschland macht. Im zweiten Teil, der zu einem späteren Zeitpunkt erscheinen wird, tragen wir nochmal einige Informationen zur Person Michael Werl zusammen. Dies ist notwendig, da der rechtsradikale Background Werls nach wie vor ausgeblendet und keine Berücksichtigung in der Berichterstattung findet.

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Pressemitteilung zu dem Vorwurf der Fälschung

Wir beziehen uns im folgenden auf den Online-Artikel „Verleumdung gegen Kasseler AfD-Politiker: Nazi-Dialoge waren gefälscht“ und die AfD-Themenseite in der HNA vom 27.10.2017.

In der Kasseler Ausgabe der HNA vom Freitag und auf der HNA-Website werden wir als Lügner*innen dargestellt und unsere Veröffentlichung über den AfD Fraktionsvorsitzenden Michael Werl als Fälschung denunziert. Diese Vorwürfe weisen wir entschieden zurück.

Es wäre über die Maßen interessant zu erfahren, wie die Kasseler Staatsanwaltschaft zur Erkenntnis gelangt ist, dass die Chatverläufe, in denen sich der Fraktionsvorsitzender der AfD Kassel Michael Werl eindeutig neonazistisch geäußert hatte, angeblich Fälschungen seien. So wird es nämlich in dem Artikel einfach hingestellt, aber nicht weiter ausgeführt. Interessant wäre, worauf sich diese Aussage tatsächlich stützt. Das geht aus dem Artikel von Ulrike Pflüger-Scherb leider nicht hervor. Statt aus besagtem Schreiben der Staatsanwaltschaft zu zitieren, darf sich ausschließlich der junge Stadtverordnete und Burschenschafter Michael Werl in der Zeitung inszenieren.

Wer das journalistische Handwerk beherrscht und ernst nimmt, wäre außerdem zu der Erkenntnis gelangt, dass es sich bei der Veröffentlichung über Werl und jener über Kohlweg um zwei gänzlich verschiedene Sachverhalte handelt. Das hätten wir auch der HNA mitgeteilt, wenn diese im Rahmen ihrer „Recherche“ Kontakt zu uns aufgenommen hätte. Während durch die Veröffentlichung der Werl-Protokolle auf unserem Blog (dessen Adresse übrigens task.noblogs.org ist, in der HNA falsch wiedergegeben) zumindest die Urheberin klar ist, wurden die Kohlweg-Screenshots ausschließlich bei linksunten.indymedia veröffentlicht. Dort ist es grundsätzlich jeder Person möglich, anonyme Beiträge zu verfassen und zu veröffentlichen.

Um ein bisschen weiter auszuholen: Als Antifa-Gruppe kann es strategisch sinnvoll sein, halb-anonym zu agieren, da die Arbeit immer mit einem gewissen Risiko verbunden ist. Als Gruppe arbeiten wir allerdings seit Jahren kontinuierlich und professionell an Veröffentlichungen über lokale Nazi-Strukturen. Die von uns gemachten Veröffentlichungen stehen somit in einer Kontinuität. Durch die zuverlässige Recherchearbeit der Gruppe haben wir uns eine entsprechende Glaubwürdigkeit erarbeitet. Niemand kann nun ernsthaft davon ausgehen, dass wir das Einzige, was wir als Sicherheit in der Öffentlichkeit haben, nämlich dass unsere Recherche immer gründlich ist und Gewicht hat, dadurch zerstören, das wir uns einfach irgendetwas ausdenken, um der AfD zu schaden. Dazu bietet sie selbst genug eigene Angriffsfläche.

Wir versichern allen, die die von uns gemachten Veröffentlichungen gelesen oder sich darauf bezogen haben, dass es keine Fälschungen sind. Wir fordern darüber hinaus, dass transparent gemacht wird, wie die Staatsanwaltschaft zu der Erkenntnis gelangt sein will, dass es sich bei unserer Veröffentlichung um eine Fälschung handelt.

Darüber hinaus kritisieren wir entschieden die Berichterstattung der HNA als tendenziös und journalistisch fehlerhaft. Dadurch bietet sie gezielt Rechtsradikalen ein Podium. Sie blendet konsequent den politischen Hintergrund Werls aus. Dass Werl Kontakte zur Burschenschaft Germania hatte, streitet er nicht mal ab. Dort habe er nur Leute kennen gelernt, die „korrekt, wertkonservativ und traditionell“ seien. (FAZ 05.06.2016)

Wie bereits 2013 durch unsere Recherche und diverse Presseartikel belegt, handelt es sich bei der Burschenschaft Germania um einen faschistischen Männerbund. Dieser Sachverhalt wird von der HNA allerdings konsequent aus der Debatte raus gehalten.

Gruppe TASK, im Herbst 2017

Reichsbürger auf Hessischer Landesliste der Partei „Deutsche Mitte“

Die Kleinstpartei Deutsche Mitte“ tritt 2017 das erste Mal zur Bundestagswahl an. Auf ihrer hessischen Landesliste steht mit Peter Pawlak eine bekannte Person aus dem Reichsbürger-Millieu.

“Deutsche Mitte” – eine fragwürdige Partei

Wahlwerbung der Partei „Deutsche Mitte“

Die Partei “Deutsche Mitte” wurde 2013 gegründet und hat derzeit nach eigenen Angaben etwas über 3000 Mitglieder. Die Partei tritt dieses Jahr zur Bundestagswahl an und ist in 11 Bundesländern wählbar. Auch ohne eine Beschäftigung mit ihrem Personal fällt die Partei auf, zum Beispiel durch ihre Wahlwerbung. Diese erinnert zumindest in ihrer Bildsprache stark an nationalsozialistische Propaganda. Am 2. September wurde in Kassel der erste Wahlkampfstand der Partei gesichtet. Dort war neben Pawlak selbst auch eine weitere Person aus dem Reichsbürger-Millieu anzutreffen.

Der Reichsideologie hingen nach 1945 zunächst die Nationalsozialisten an, die davon ausgingen, die BRD sei lediglich ein Besatzungsinstrument der Alliierten und in Wahrheit bestehe das Deutsche Reich fort. Diese Idee ist bis heute in rechten Kreisen verbreitet und theoretisches Bindeglied zwischen ReichsbürgerInnen und Neonazis. Der deutsche Staat selbst hat diese Bewegung lange Zeit als Gruppe von verschwörungsideologischen Spinnern abgetan, obwohl sie zum Teil öffentlich von Bürgerkrieg und ethnischen Säuberungen fantasieren. Dass sich Teile dieser Bewegung im Laufe der Zeit mit Waffen eingedeckt haben und bereit sind, diese z.B. gegen Polizisten einzusetzen, zeigten Vorfälle und Verfahren der letzten Monate.

Peter Pawlak

Montagsdemo in Kassel

Kandidierte Peter Pawlak bei der Bundestagswahl 2005 noch als Direktkandidat im Schwalm-Eder Kreis für die Liste „Die Linke“, trat er seit Anfang 2007 als Anmelder der sogenannten „Basisdemokratische Montagsdemonstration“ in Erscheinung. Pawlaks Engagement richtete sich fortan beispielsweise gegen „Überfremdung“ und für das Fortbestehen des Deutschen Reiches. Auf der wöchentlichen Kundgebung in der Kasseler Innenstadt, gaben sich verschwörungsideologische Reichsbürger, sowie Neo-Nazis wie Mike Sawallich die Klinke in die Hand. Untermalt wurde die Kundgebung regelmäßig von neonazistischer Musik.

Nachdem die Montagsdemo in Kassel nach etlichen Jahren erfolgloser Agitation schließlich eingestellt wurde und Pawlak zunächst von der nordhessischen Bildfläche verschwand, tauchte er in den folgenden Jahren bei verschiedensten Veranstaltungen der radikalen Rechten wieder auf. Es folgt eine exemplarische Auflistung einiger seiner Umtriebe.

Pawlak besuchte u.a. die Demonstration “Offensive für Deutschland” am 26.09.2015 in Leipzig, den “Eichsfelder Heimattag” am 13.06.2015, eine Demonstration vom “III. Weg” in Saalfeld am 1. Mai 2015 sowie die Demonstration vom “Bündnis Zukunft Landkreis Gotha” am 18.04.2015, um nur einige zu nennen. Im Oktober 2015 nahm Pawlak an einem Thügida-Vernetzungstreffen teil und traf dort u.a. Tommy Frenck sowie David Köckert. Auf der Montagsdemo in Erfurt referierte Pawlak über Chemtrails. In einem Video aus dem September 2016 ist Pawlak zu sehen, wie er mit zwei weiteren Personen vor dem Haus eines Gerichtsvollziehers demonstriert. Am 11. Februar 2017 war Pawlak Redner bei einer Demonstration von u.a. Antisemit_innen und Holocaustleugner_innen in Dresden. Nur eine Woche später redete er bei der Thügida Demo in Saalfeld. Zuletzt wurde Pawlak beim Rudolf Hess Gedenkmarsch am 19. August 2017 in Falkensee, einem Vorort von Berlin-Spandau gesichtet.

Peter Pawlak beim Rudolf Hess Gedenkmarsch

Peter Pawlak demonstriert vor dem Haus eines Gerichtsvollziehers

Peter Pawlak bei Thüigda am 18.02.2017

Peter Pawlak am 11.02.2017 in Dresden

Soli Botschaft an Besetzer*innen der Villa Rühl

Zum Nachlesen gibt es hier unser Grußwort zur Demo in Solidarität mit den Besetzer*innen der Villa Rühl, die etwa zwei Wochen lang „unsere Villa“ gewesen ist und dann von einem Großaufgebot der Polizei geräumt wurde.

Die antifaschistische Gruppe task solidarisiert sich mit den Besetzer*innen der Villa Rühl.

In Zeiten, in denen Besetzungen meist nur symbolischen Charakter haben, ist es umso erfreulicher, zu sehen, dass die Villa Rühl nun schon seit zwei Wochen “Unsere Villa” ist und tagtäglich von unterschiedlichsten Menschen mit Leben gefüllt wird. Über den symbolischen Wert einer solchen Aktion geht die Besetzung schon allein deshalb hinaus, weil die ganz konkreten Arbeiten in Unserer Villa mindestens so wichtig sind wie das öffentliche Anprangern von Leerstand, der kapitalistischen Verwertung von Wohnraum sowie der Zerstörung von Orten gemeinschaftlichen Lebens.

Innerhalb weniger Tage ist Unsere Villa tatsächlich zu einem Zentrum geworden. Wir begegnen dort jeden Tag guten Freund*innen, alten Bekannten und Menschen, die wir sonst wahrscheinlich nie kennen gelernt hätten. Auch zur Nachbarschaft wurden durch die Besetzung schnell Kontakte geknüpft. Wenn so viele verschiedene Menschen zusammen kommen, ist es selbstverständlich, dass zusammen leben und arbeiten – selbst nur für ein paar Tage – nicht ohne Konflikte und Widersprüche funktionieren kann. Doch auch daran können wir wachsen: Nur in der Praxis können wir lernen, trotz teils verschiedener Ansprüche und Ideen gemeinsam an einem großen Projekt zu arbeiten. Wir denken, dass offene Räume notwendig sind, um ein solidarisches Miteinander im Alltag zu lernen, auch wenn dies kein leichtes Unterfangen ist.

Als klassische Antifa-Gruppe, die sich in den vergangenen Jahren vornehmlich mit den Aktivitäten von Neonazis und anderen rechten Strukturen beschäftigt hat, sehen wir besonders in Unserer Villa das Potential, die üblichen linken Abwehrkämpfe zu übersteigen und an eigenen, emanzipatorischen Projekten zu arbeiten.

Wir wünschen allen, die sich aktiv an der Gestaltung Unserer Villa beteiligen alles Gute, viel Erfolg und vor allem Kraft für den langen Kampf, ein soziales Zentrum in Kassel zu etablieren.

Antifaschistische Gruppe task, Juni 2017

Original: https://villakassel.wordpress.com/2017/06/17/soligruse-der-antifagruppe-task/

 

Michael Werl: AfD-Fraktionsvorsitzender und Neonazi Burschenschafter

Seit November 2016 ist Michael Werl Fraktionsvorsitzender der AfD in Kassel. Mit ihm befindet sich nun ein Burschenschafter und Neonazi an der Spitze der Fraktion. Screenshots einer Facebook-Unterhaltung belegen seine Gesinnung. Mit diesem Text wollen wir öffentlich machen, um wen es sich bei Michael Werl wirklich handelt. Zudem weisen wir erneut auf die Beziehungen von AfD, Neonazis und Burschenschaften hin.

Michael Werl - Neonazi bei der AfD

Michael Werl – Neonazi bei der AfD

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