Aufdecken! Broschüre gegen die AfD Kassel

Broschüre gegen die Alternative für Deutschland im Kasseler Kommunalwahlkampf 2021

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  1. AfD Kassel – Die Stephan Ernst Partei
  2. Die Junge Alternative in Kassel
  3. Ein Neonazi auf der Wahlliste
  4. AfD Funktionäre Kassel Stadt
  5. AfD Funktionäre Kassel Land
  6. Wahllisten

Coronaleugnerdemo in Kassel 14.11.2020 mit Volker Scheld, Thomas Schenk, Michael Moses-Meil und Gerhard Schenk

Coronaleugnerdemo in Kassel 14.11.2020 mit Volker Scheld, Thomas Schenk, Michael Moses-Meil und Gerhard Schenk

Im März 2021 wird in Kassel und den umliegenden Landkreisen wieder gewählt. Fünf Jahre ist es her, dass die AfD bei den Kommunalwahlen 2016 das erste Mal in die Kreistage, Ortsbeiräte und die Stadtverordnetenversammlung in Kassel einziehen konnte. Das wird der AfD wohl auch bei der kommenden Wahl gelingen. Mit der Normalisierung von rechtsaußen-Positionen gewinnt die AfD an Boden in den Kommunen. Die Verankerung in den Kommunen ist für die AfD von Bedeutung, um als politisches Sammelbecken auch für rechte und faschistische Akteur*innen wirken zu können.

In den Kommunen werden Kompetenzen gestärkt, der personelle Nachschub rekrutiert und Infrastruktur bereitgestellt. Vor allem aber wird in den Gemeinden und Ortsverbänden die Basis gewonnen. Im Fall der AfD heißt das eben auch, Rechte und Faschist*innen zu versammeln und zu organisieren.

Während wir diese Broschüre schreiben, wurde nun in Frankfurt der Mörder von Walter Lübcke, Stephan Ernst, verurteilt. Ernst, langjähriger Neonazi, fand im Fahrwasser der rassistischen Straßenmobilisierung der letzten Jahre in der AfD eine neue politische Heimat. Die Aufmärsche von Kagida, der Hass auf Geflüchtete und schließlich das Zusammenrücken der gesamten deutschen Rechten, wie es sich exemplarisch bei den von Gewalt geprägten Aufmärschen in Chemnitz 2018 zeigte, brachten auch die AfD und Stephan Ernst immer wieder zusammen.

In dieser kurzen Broschüre wollen wir die Berichterstattung um die Kommunalwahlen 2021 erweitern und die Hintergründe des Zusammenwirkens von AfD und Neonazis in Nordhessen, insbesondere von Stephan Ernst, aufzeigen. Dazu werden wir die Entstehungsgeschichte der AfD in Kassel und ihre Entwicklung der letzten Jahre nachzeichnen. Dabei wird sich zeigen, dass es immer wieder Berührungspunkte mit dem militanten Neonazispektrum gab. Am Ende dieser Geschichte steht der Mord an Walter Lübcke durch den AfD-Aktivisten Stephan Ernst. In der Auseinandersetzung mit der AfD in Kassel und Umland halten wir es für wichtig, auf diese Verflechtungen besonderes Augenmerk zu legen.

Auch die erst kürzlich durch uns aufgedeckte Kandidatur des Weggefährten von Stephan Ernst und militanten Neonazis Christian Wenzel auf der Liste der AfD im Landkreis Kassel zeugen davon, dass das Engagement von Neonazis für die AfD keine Ausnahmeerscheinung ist. Was sagt es also über die AfD aus, dass sich ihr Neonazis, Rechtsterroristen und Mörder zuwenden?

Um ein weiteres Erstarken dieser Strukturen und die Normalisierung der AfD zu verhindern, braucht es aktiven Antifaschismus auch in den Kommunen. Dass Neonazis wie Stephan Ernst oder Christian Wenzel in oder für die AfD arbeiten, ist kein Zufall, sondern logischer Bestandteil einer Partei, die sich im Laufe ihres kurzen Bestehens mit jeder Spaltung weiter nach rechts entwickelt hat.

Zu Beginn der Broschüre möchten wir die Geschichte der AfD in Kassel und ihre Verbindung zu Stephan Ernst darstellen. Im Folgenden gehen wir näher auf die Kandidatur von Christian Wenzel, Kamerad von Stephan Ernst, im Landkreis ein. Abschließend geben wir einen Überblick über extrem rechte Hintergründe in der Jungen Alternative, der Jugendorganisation der AfD, und stellen ausgewählte Kandidat*innen aus Stadt und Land vor.

Die vorliegende Broschüre ist ein Beitrag im gemeinsamen Kampf gegen Rassismus, Neonazismus, Faschismus und seine Anhänger*innen. Wir wünschen euch eine gute Lektüre und uns allen in diesem Kampf einen langen Atem.

Antifa Kassel – task

1. AFD KASSEL – DIE STEPHAN ERNST PARTEI

Die Alternative für Deutschland kann in Kassel mittlerweile auf eine achtjährige Geschichte zurückblicken. Ihre lokale Parteichronik weist in zahlreichen Schlüsselpunkten konkrete Verbindungen zu dem Mörder des ehemaligen Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke auf. Eine Übersicht über das Wirken der AfD in Kassel in Hinblick auf den Rechtsterroristen Stephan Ernst und seinen Gehilfen Markus Hartmann.

Die AfD wurde im Mai 2013 in der Stadt und im Landkreis Kassel auf regionaler Ebene als „europakritische Partei“ für mehr „Selbstbestimmung und direkte Demokratie“ gegründet. Bereits im kommenden Jahr stellte sich allerdings heraus: die AfD sollte nicht einfach eine neue „liberal-konservative“-Splitterpartei werden. Stattdessen konnte sie sich im Laufe der Jahre auch in Kassel als rechte Sammlungspartei etablieren.

KAGIDA – Gemeinsam auf der Straße gegen „Überfremdung“

KAGIDA: Manfred Mattis und Michael Viehmann

KAGIDA: Manfred Mattis und Michael Viehmann

Manfred Mattis 2020 auf der rassistischen Kundgebung von Michael Stürzenberger

Manfred Mattis 2020 auf der rassistischen Kundgebung von Michael Stürzenberger

 

 

 

 

 

 

 

Von Dezember 2014 bis in das Jahr 2016 hinein organisierte sich unter dem Namen „Kasseler gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Kagida) auch in Kassel ein Ableger der bundesweiten Pegida-Proteste. Während ihrer Hochzeiten zogen die Demonstrationen hunderte Menschen aus Stadt und Umland an, die in ihrer Zusammensetzung von rassistischen Bürger*innen über die AfD bis hin zu gewaltaffinen Neonazis reichten. Dazu zählen neben Stephan Ernst, der mit Arbeitskollegen die Demonstrationen besuchte, auch dessen langjährige Weggefährten Mike Sawallich und Christian Wenzel. Letzterer sorgte erst im Januar 2021 für Schlagzeilen durch seine Kandidatur zur Kommunalwahl auf der Liste der AfD Kassel-Land. Der mittlerweile wegen versuchtem Totschlag verurteile Sascha Stein übernahm regelmäßig Ordner-Funktionen bei den Demonstrationen. Tristan Lessing, der ebenfalls mehrfach an den Kagida-Demonstrationen teilnahm, landete später bei der Kasseler Burschenschaft Germania, der Identitären Bewegung und war vorübergehend Funktionär der Jungen Alternative. Bereits damals ließ sich anhand von Einzelpersonen die Verflechtung der lokalen AfD mit dem Neonazi-Spektrum erkennen.

KAGIDA 2015: Tristan Lessing (exAfD) und Mike Sawallich (Neonazi)

KAGIDA 2015: Tristan Lessing (exAfD) und Mike Sawallich (Neonazi)

Neben Neonazis aus Strukturen wie dem ehemaligen „Freien Widerstand Kassel“ oder „Sturm 18“ besaßen die Kasseler Kagida-Demonstrationen zeitweise auch eine Anziehungskraft auf die hessische NPD oder Neonazis aus dem thüringischen Eichsfeld.

Der Landesvorstand der hessischen NPD bei KAGIDA

Der Landesvorstand der hessischen NPD bei KAGIDA

Der wegen Volksverhetzung verurteilte Anmelder und Hauptorganisator der Proteste, Michael Viehmann, machte auch selbst aus seinen rechten und antisemitischen Einstellungen kaum ein Geheimnis. Auf Facebook schrieb er etwa, dass das „Judenpack“ an „Massenmorden an Unschuldigen“ schuldig sei und Angela Merkel „gesteinigt“ werden müsse.

Mittendrin bei Kagida war auch der neu gegründete Kreisverband der Kasseler AfD, der dort erstmals Straßenpräsenz zeigte und Anschluss an eine rechte Bewegung suchte. So trat der ehemalige Kreissprecher und Bundestagskandidat Manfred Mattis bei den Versammlungen wiederholt als Redner auf. Aber auch Kandidaten zur Kommunalwahl 2021, wie Michael Werl (siehe dazu „Die Junge Alternative in Kassel“) und Gerhard Gerlach, nahmen bereits an Kagida-Demonstrationen teil. Der Kasseler Kreisverband unterstützte logistisch und personell bei der Durchführung der Demonstrationen und half somit dabei, die seit langer Zeit größten rechten Aufmärsche in Kassel zu ermöglichen. In deren Kontext kam es auch wiederholt zu gewaltsamen Angriffen auf Gegendemonstrant*innen.

Daran zeigt sich, dass die regionale AfD nicht nur keinerlei Probleme damit hatte, gemeinsam mit Neonazis zu demonstrieren, sondern auch in der Sache mit ihnen weitgehend vereint war: Völkischer Nationalismus und rassistische Abschottungspolitik bildeten den Schnittpunkt für das Kagida-Bündnis. Eine Themensetzung mit der sich auch Stephan Ernst identifizieren konnte.

Ein gemeinsames Feindbild von AfD, Kagida und Stephan Ernst bildete der ehemalige Regierungspräsident Walter Lübcke, der von ihnen als „Volksverräter“ dargestellt wurde. So war es ebenfalls das Kagida-Bündnis, das zur Störung der Informationsveranstaltung in Lohfelden aufgerufen hatte, in welcher Walter Lübcke durch seine Aussagen in den Fokus der rechten Hetzkampagne geriet. Ausgangspunkt dafür bildete ein von Markus Hartmann gedrehtes und auf seinem YouTube-Kanal hochgeladenes Video, auf welchem sonst Wahlaufrufe für die AfD oder Videos von AfD-Demonstrationen zu finden sind.

Dieses Video erreichte in kurzer Zeit hunderttausende Aufrufe – maßgeblich deshalb, weil führende Politiker*innen und der Bundesaccount der AfD es wiederholt teilten. Auch die Kasseler AfD bezog sich noch Jahre später auf die aus dem Video stammende Aussage Lübckes, die eine „traurige Berühmtheit für Kassel weltweit“ bedeute.

An dieser Kampagne und ihrem Ende – dem Mord an Walter Lübcke – zeigt sich, wie AfD-Politik und politischer Aktionismus von Neonazis ineinandergreifen können: Stephan Ernst und Markus Hartmann, mobilisiert durch Kagida, schaffen den Ausgangspunkt für eine Medienkampagne gegen Walter Lübcke durch die AfD. Deren Parteistrukturen wiederum bilden den Resonanzraum für die beiden Rechtsterroristen. Sie verschafft ihnen mit hunderttausenden Aufrufen und Kommentaren, die vielfach Morddrohungen enthalten, eine Bestätigung ihrer Vorstellung, mit dem Mord am Regierungspräsidenten den „Volkswillen“ zu vollstrecken. Das Scharnier für die gemeinsame Politik von AfD und Neonazis stellte dabei Kagida, die gemeinsame rechte Bewegung auf der Straße, dar.

Kagida blieb allerdings nicht der einzige Versuch der Kasseler AfD als lokale Bewegungspartei aufzutreten. Neben logistischer und personeller Unterstützung der Kasseler „Frauenmahnwache“ sowie der Beteiligung an den „Querdenken“-Protesten, ist die vom Kreisverband Kassel Stadt organisierte Autobusanreise zu dem „Schweigemarsch“ in Chemnitz am 01.09.2018 zu nennen.

Markus Hartmann (links) und Stephan Ernst (rechts) in Chemnitz 2018 Bild: EXIF Recherche

Markus Hartmann (links) und Stephan Ernst (rechts) auf AfD Aufmarsch in Chemnitz am 1. September 2018 Bild: EXIF Recherche

Schulterschluss der bundesdeutschen Rechten in Chemnitz

Der Aufmarsch in Chemnitz unter dem Motto wir „Wir vergessen nicht“ war von Pegida und mehreren Landesverbänden der AfD als spektrenübergreifende rechte Großdemonstration organisiert worden. Hier demonstrierten bekennende Neonazis und Faschist*innen Seite an Seite mit der Führungsebene der AfD. Im Umfeld der Demonstration kam es vielfach zu rassistisch motivierten Gewalttaten und Angriffen auf anwesende Journalist*innen. Die Demonstration in Chemnitz muss als eine Art Dammbruch bewertet werden. Erstmals übte die gesamte deutsche Rechte den Schulterschluss – unter der Schirmherrschaft der AfD. Gleichzeitig war es der AfD gelungen, sich als rechte Bewegungspartei an die Spitze des aufgebrachten Mobs zu stellen. Neben den Mitgliedern des Kasseler Kreisverbandes waren auch Stephan Ernst und Markus Hartmann gemeinsam aus Kassel zum Aufmarsch in Chemnitz angereist.

Die Ereignisse in Chemnitz und die Demonstration der AfD führte Stephan Ernst im Laufe des Gerichtsverfahrens gegen ihn als Auslöser für seine Entscheidung, Walter Lübcke zu töten, an.

Stephan Ernst (Bildmitte) und Markus Hartmann (rechts daneben) auf AfD Kundgebung in Eisenach am 1. Mai 2018. Bild: Mark Mühlhaus

Stephan Ernst (Olives Cap) und Markus Hartmann (Tarnjacke) auf AfD Kundgebung in Eisenach am 1. Mai 2018. Bild: Mark Mühlhaus

Unabhängig davon wie zuverlässig man die Aussagen von Stephan Ernst vor Gericht einschätzt – es zeigt sich klar, dass Ernst nicht nur mit der AfD sympathisierte. Er akzeptierte sie als seine parlamentarische Vertretung und nahm ihre Strukturen und ihr Umfeld als seinen Handlungsraum wahr. So soll Ernst an seiner Arbeitsstelle bei Hübner sowie im Schützenclub 1952 Sandershausen e.V. für die AfD geworben haben. Überdies spendete er unter dem Motto „WAHLKAMPFSPENDE 2016 GOTT SEGNE EUCH“ 150 Euro an den von Björn Höcke geführten Landesverband der AfD in Thüringen. Dort besuchte er auch 2016 und 2017 AfD-Kundgebungen in Erfurt.  Bei der Versammlung am 01.05.2017, die er gemeinsam mit seinem Sohn German Ernst, Markus Hartmann, dessen Partnerin Lisa Döberschütz und dem Neonazi Alexander Schnell besuchte, trat Björn Höcke als Hauptredner auf. Weiterhin nahmen Ernst und Harmann an einer AfD Kundgebung in Eisenach am 1.Mai 2018 teil.

Aber nicht nur von Ernst, sondern auch für Teile der Kasseler AfD-Fraktion ist dabei die politische Agenda von Höcke ein positiver Bezugspunkt. Der AfD-Stadtverordnete Thomas Materner verteilte etwa im Rathaus eine Solidaritätserklärung für Björn Höcke, in welcher er betonte, dieser genieße im Kreisverband eine „große Wertschätzung“.

Faksimile Facebook: AfD Kassel zu Walter Lübcke

Faksimile Facebook: AfD Kassel zu Walter Lübcke

Faksimile Facebook: AfD Kassel zu Walter Lübcke

Faksimile Facebook: Bundes AfD zu Walter Lübcke

Hessischer Landtagswahlkampf: Stephan Ernst aktiv für die AfD

Thomas Materner war gemeinsam mit Manfred Mattis Direktkandidat für den hessischen Landtag im Jahr 2018 und als solche waren sie zuständig für die Einweisung von Wahlkampfhelfer*innen. Als Wahlkampfhelfer für die AfD meldete sich auch Stephan Ernst. Er hängte Wahlplakate auf und feierte am 28.10.2018 in Kassel gemeinsam mit der AfD auf der „Nordhessen-Wahlparty“ den Einzug der Partei in das Landesparlament. Für die explizit nicht öffentlich beworbene Wahlparty diente die Kombinatsgaststätte „Zur Marbachshöhe“ als Austragungsort.

AfD-Gaststätte „Zur Marbachshöhe“

Der Veranstaltungsort, die Gaststätte „Zur Marbachshöhe“, dient der AfD seit Jahren als gut verfügbare und ungestörte Infrastruktur: hier wurden Veranstaltungen, Weihnachtsfeiern und Neujahrsempfänge mit landes- und bundespolitischer Beteiligung ausgerichtet sowie regelmäßig ein politischer Stammtisch mit jeweils etwa 50 Teilnehmenden durchgeführt. An diesen Stammtischen nahmen Stephan Ernst und Markus Hartmann mehr als zehn Mal teil. Bei diesen Veranstaltungen der AfD in der Marbachshöhe lernte Ernst auch andere Anhänger*innen der Partei kennen. Nach Eigenaussage des AfD-Kandidaten Hans Peter Mordt soll in privaten Treffen allerdings „nie über Politik gesprochen“ worden sein.

Auch wenn der Kreisverband womöglich tatsächlich nichts über Ernsts Vergangenheit in der Kasseler Neonazi-Szene wusste, ist jedoch nur schwer vorstellbar, dass andere AfD-Anhänger*innen nichts von Ernsts politischen Einstellungen erfahren hätten. Wahrscheinlicher erscheint, dass Stephan Ernst und Markus Hartmann den Anschluss an die AfD wegen ihrer nationalistischen Programmatik suchten und mit ihren Ansichten und Positionen aufgrund von inhaltlichen Gemeinsamkeiten bei den zahlreichen Treffen offenbar nicht nur nicht auffielen, sondern gern gesehene Gäste waren.

Gaststätte "Zur Marbachshöhe"

Gaststätte „Zur Marbachshöhe“

Dass die Veranstaltungen der AfD in ihrem Stammlokal „Zur Marbachshöhe“ auch attraktiv für ein neonazistisches Publikum waren, liegt wohl darin begründet, dass hier immer wieder Veranstaltungen mit Politiker*innen aus dem völkisch-nationalistischen Flügel sowie dem Umfeld der Neuen Rechten durchgeführt wurden. So waren beispielsweise der Flügel-Mann Jens Kestner aus Northeim und der Bundestagsabgeordnete Roland Hartwig geladen. Hartwig war 2019 auch bei der Sommerakademie vom neurechten „Institut für Staatspolitik“ (IfS) geladen. Aber auch zentrale rechtsaußen-Akteur*innen der hessischen AfD waren in der Marbachshöhe zugegen. Unter anderem wurden dort Veranstaltungen durchgeführt mit der hessischen Obfrau des Flügels, Christine Anderson, dem Flügel-Politiker Uwe Schulz aus Gießen, sowie dem neurechten Netzwerker und Landtagsabgeordneten Andreas Lichert. Der fungierte neben seinem Engagement für die AfD etwa als Verwalter des Hausprojekts der Identitären Bewegung in Halle und war überdies Vorsitzender im Trägerverein des IfS. Vor dem Hintergrund dieser tendenziell bewegungsorientierten Ausrichtung des Kasseler Kreisverbandes erscheinen die Sympathien der Kasseler Neonazis naheliegend. Dass Stephan Ernst für die AfD aktiv wurde, ist Konsequenz ihrer Entwicklung und kein Zufall.

Die AfD nach dem Mord an Walter Lübcke

Am 02.06.2019 wurde Walter Lübcke ermordet. Die Parteilinie der AfD zu dem rechten Terror war schnell gefunden: Es habe „in keinster Weise eine Nähe zu dem Mordverdächtigen“ bestanden und der Mord werde für eine Kampagne gegen die AfD benutzt. Bereits vier Wochen nach dem Anschlag wurde – auch in der Kombinatsgaststätte „Zur Marbachshöhe“ – ein Stammtisch unter dem Motto „Der Fall Lübcke und die Instrumentalisierung durch die Medien“ abgehalten.

Seitdem hat die AfD ihr Wirken in Kassel und Umgebung nicht verringert. In Vellmar wurde ein neuer Ortsverband gegründet, in Lohfelden ein Neujahrsempfang mit bis zu 300 Teilnehmer*innen durchgeführt und in Kassel sollen insgesamt 300.000 Broschüren an Haushalte verschickt werden – gedruckt in der Druckerei der HNA und gemeinsam mit ihren Ausgaben verteilt.

Stephan Ernst wurde nun zu einer lebenslangen Haftstrafe mit möglicher Sicherungsverwahrung verurteilt. Die AfD wird unterdessen durch ihre Politik weiter rechten Terror befeuern und einen politischen Raum auch für Faschist*innen bieten. Die zahlreichen konkreten Verbindungen zwischen der AfD, Stephan Ernst und dem Kasseler Neonazispektrum sowie ihre inhaltlichen Schnittmengen zeigen klar, dass eine politische Nähe sehr wohl bestanden hat und weiterhin besteht. Mit Rechtsterrorist*innen ist die AfD zwar in den Mitteln getrennt, in der Sache jedoch häufig weitgehend vereint. Dass deswegen auch militante Neonazis die AfD als ihren parlamentarischen Arm betrachten, scheint dann nur folgerichtig.

2. DIE JUNGE ALTERNATIVE IN KASSEL

Die Junge Alternative (JA) ist die Jugendorganisation der Partei Alternative für Deutschland (AfD) und ist auch im Kasseler Raum in der letzten Zeit häufiger durch extrem rechte Mitglieder und deren Äußerungen aufgefallen.

Am 12.12.2020 traf sich die Junge Alternative Hessen in Vellmar, um den neuen Landesvorsitz zu wählen. Hier wurde Michael Werl zum Landesvorsitzenden wiedergewählt. Michael Werl fiel schon häufiger durch eindeutige Nazibezüge auf. So war er bei der Partei “Die Republikaner“ Landesschriftführer. In der Kassler Burschenschaft Germania führte er das Amt des Schriftwarts aus und wohnte zudem auch zwei Jahre in deren Wohnhaus in Kassel Wolfsanger.

Die Burschenschaft Germania gehört dem Kooperationsverband Deutsche Burschenschaft (DB) an. In diesem Verband sind nur Burschenschaften, die ein gefestigtes nationalistisches Weltbild vertreten. Die Kasseler Burschenschaft Germania gehört zu den Burschenschaften, welche sich für einen sogenannten „Ariernachweis“ für neu eintretende Burschen ausgesprochen haben.

Michael Werl verteilt Flyer für die Republikaner

Michael Werl verteilt Flyer für die Republikaner

Außerdem führte Werl einen Facebookchat mit Lars Seyfahrth (aktiver Neonazi aus Pforzheim), der geleakt wurde. Werl startete diesen Chat mit Seyfahrth, welcher bei Facebook Lars Siegfried heißt, unter anderem mit den Worten „Sieg Heil“ und schrieb außerdem über die Deutsche Burschenschaft: Das „sind alles durch die Bank weg, Nationalsozialisten“. Bei Facebook hatte Werl zeitweise den Schriftzug „Freiheit für Wolle“ als Profilbild, womit er offen seine Solidarität mit dem verurteilten NSU Unterstützer und NPDler Ralf Wohlleben zum Ausdruck gebracht hat.

Werls Nazi-Hintergrund stört die Kasseler AfD nicht im Geringsten. Er kandidierte mit einer Hochschulliste für die Junge Alternative an der Uni Kassel, welche auch die erste Hochschulliste bundesweit war, die in das Studierendenparlament einzog. Trotz des Bekanntwerdens seiner Vergangenheit stieg er in der Partei auf und ist mittlerweile nicht nur Landesvorsitzender der JA, sondern auch seit 2016 Vorsitzender der AfD-Fraktion im Kasseler Rathaus.

Junge“ Alternative und Identitäre Bewegung

Burschenschaft und Junge Alternative sind auch zwei Dinge, die Michael Werl mit Tristan Lessing gemeinsam hat. Lessing, der in Kassel Lehramt studiert, war zeitweise Mitvorsitzender des JA-Kreisverbands Waldeck-Frankenberg, jedoch wurde er zu der Zeit, in der über eine Beobachtung der JA durch den Verfassungsschutz diskutiert wurde, aus der Partei ausgeschlossen. Grund hierfür war, dass Lessing sich mehrfach bei Aktionen und Demonstrationen der Identitären Bewegung (IB) zeigte. Bevor Lessing bei der IB aktiv war, hat dieser unter anderem ein Rechtsrock-Konzert in Warburg besucht und nahm gemeinsam mit der Kameradschaft „Freier Widerstand Kassel“ an einer Nazi-Demo in Dresden teil. Auch in Kassel besuchte Lessing neben Mike Sawallich (ein Nazi-Freund von Stephan Ernst) die Kagida Demos 2015 (siehe Foto: Kagida – Gemeinsam auf der Straße gegen „Überfremdung“). Mit IB-Bezug war Lessing kein Einzelfall in der Kasseler JA. Es wurden außer ihm auch noch Carsten Dietrich (ehemaliger Vizevorsitzender des Kasseler Kreisverbands der JA) und Marius Deuker (ehemaliger Kasseler JA-Vorsitzender) aus der JA ausgeschlossen, weil diese ebenfalls für die IB aktiv waren. Carsten Dietrich ist so wie Tristan Lessing in einem Video der Identitären Bewegung zu sehen.

Richard Klock – rechtsaußen

Ein weiteres JA Mitglied mit extrem rechter Vergangenheit und Gesinnung ist Richard Klock. Er ist seit 2016 für die AfD in der Kasseler Stadtverordnetenversammlung und wurde im Januar 2019 als Beisitzer in den Landesvorstand der JA gewählt. Diese Tatsache hat bisher noch keine mediale Öffentlichkeit bekommen.

Richard Klock

Richard Klock

Ursprünglich kommt Klock aus Gießen. Seine Familie betreibt dort ein Fitnessstudio und fiel unter anderem auf Social Media mit Holocaustleugnung und Glorifizierung des HJ Jugendführers von Walter Klock auf. Richard Klock schlägt in dieselbe Kerbe wie seine Familie. So stand sein Name auf einer geleakten internen Einladungsliste für das „Bildungswerk für Heimat und nationale Identität“, welche die parteinahe Stiftung der NPD ist. In seiner Vergangenheit war er bei der Bundeswehr aktiv und studierte in Kassel. Nach seiner aktiven Zeit in der Bundeswehr war Klock weiterhin Teil der Reservistenkameradschaft.

Es ist bekannt, dass Klock vor seiner Zeit in der AfD bereits Mitglied einer anderen Partei gewesen ist. Mit seinem Namen auf der genannten internen Liste der NPD-nahen Stiftung liegt die Vermutung nahe, dass Klock zuvor Mitglied in der NPD war. Bei seinem Facebookauftritt gefällt ihm unter anderem eine Seite, die revisionistische Inhalte postet, wie z.B. Karten mit den Reichsgrenzen von 1937 mit der Überschrift „Nachhilfe für BRD Trottel“, wo darauf verwiesen wird, dass Ostdeutschland erst östlich der Bundesgrenze von Deutschland anfinge.

Klock (links) in der Reservistenkameradschaft

Klock (links) in der Reservistenkameradschaft

Keine Einzelfälle

Anhand dieser Personen, die alle in der JA organisiert waren, es teilweise auch immer noch sind und dabei auch teils tragende Rollen für die AfD übernommen haben, wird deutlich, dass Mitglieder mit einem extrem rechten Hintergrund in der Partei keine Einzelfälle sind. Personen mit einem völkischen und nationalistischen Weltbild sehen in der JA und AfD in Kassel die Partei, mit der sie ihre politischen Ziele am ehesten umsetzten können – jene Ziele, die sie auch in ihrem Engagement für eine extrem rechte Burschenschaft, bei der Identitären Bewegung oder für die parteinahe Stiftung der NPD verfolgten.

Die genannten Personen sind nicht nur politisch in der JA organisiert, sie haben zum Teil auch die wichtigsten Ämter inne und wurden von der Mehrheit der JA-Mitglieder dazu gewählt.

3. EIN NEONAZI AUF DER WAHLLISTE

Fast noch deutlicher wird die Überschneidung von Neonazi-Milieu und AfD in Nordhessen an der Person Christian Wenzel. Wie wir im Januar 2021 öffentlich machten, kandidierte mit Christian Wenzel ein bekannter Neonazi aus Kasseler Kameradschaftsstrukturen für die AfD im Landkreis Kassel bei der anstehenden Kommunalwahl.

Christian Wenzel

Christian Wenzel

Wenzel ist seit Ende der 1990er Jahre im militanten Rechtsrock-Netzwerk „Blood & Honour“ aktiv und besuchte regelmäßig Neonazi-Konzerte, Demonstrationen sowie Veranstaltungen. Anfang der

2000er Jahre trat er als Anführer der „Kameradschaft Kassel“ auf. Wie auch Stephan Ernst und Mike Sawallich war Christian Wenzel Teil der gewalttätigen Gruppe, die vor dem Ladengeschäft des Neonazi-Unternehmers Werner Kahl die Auseinandersetzung mit Gegendemonstrant*innen suchte. Mit Ernst hat Wenzel bis heute nicht gebrochen: Nach dessen Inhaftierung 2019 schrieb er einen Brief an Ernst, in dem er ihm seine Unterstützung zusicherte und noch im Januar 2021 erklärte Wenzel, er würde Ernst gerne im Gefängnis besuchen.

Wenzel taucht auch im mutmaßlichen Umfeld des NSU in Kassel auf. Sein Stiefbruder, Benjamin Gärtner, lieferte als V-Mann „Gemüse“ Informationen über die Kasseler Neonaziszene an das hessische Landesamt für Verfassungsschutz. Noch 2017 wurde Wenzel in den NSU-Untersuchungsausschuss geladen. Bis mindestens 2009 administrierte Wenzel auch das interne Forum des „Freien Widerstands Kassel“. Er lebt zu diesem Zeitpunkt mit dem langjährigen Neonazi-Kader und Freund von Stephan Ernst, Mike Sawallich, zusammen. Von der Kasseler Neonaziszene entfernt Wenzel sich nie: 2011 ist er Teil des Skandals um die Freiwillige Feuerwehr Bettenhausen-Forstfeld, die sich als Auffangbecken für Kasseler Neonazis entpuppte. Ab 2014 lief er gemeinsam mit der AfD und Neonazis bei den rassistischen Kagida-Aufmärschen in Kassel mit. Seine aktuelle Meldeadresse in Helsa, Waldhof 30A, befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hauptsitz der Familie Werner Kahl, der mit „Commando Industries“ als Neonazivertrieb für Militär- und Outdoorausrüstung auftritt. Wenzel pflegt Kontakt zu allen relevanten Spektren der Kasseler Neonaziszene und tritt dementsprechend in der Öffentlichkeit und Social Media auf.

Im Dezember 2018 trat Wenzel in die AfD ein, weil sie seiner Ansicht nach „die einzige Partei in Deutschland ist, die noch für nationale Interessen eintritt“. Damit bestätigt auch Wenzel, dass überzeugte Neonazis in der AfD ihre parlamentarische Vertretung sehen.

Nach dem Skandal um seine Kandidatur wirft ihn der hessische Landesverband raus. Man habe nichts von seiner Vergangenheit gewusst, heißt es. Wenzel hingegen erklärte im Interview mit der HNA, er habe nie ein Geheimnis aus seiner Vergangenheit gemacht, die Verantwortlichen der AfD hätten sehr wohl davon gewusst. Ihm sei, nach seinem Rauswurf, allerdings versichert worden, er könnte in die Partei zurückkehren, wenn Gras über die Sache gewachsen sei. Kaum deutlicher könnte die AfD damit ausdrücken, dass es bei ihren Distanzierungsversuchen bloß um Schadensbegrenzung geht. Neonazis wie Ernst und Wenzel gibt man, solange sich die Öffentlichkeit nicht daran stört, gerne eine politische Heimat.

4. AFD FUNKTIONÄRE KASSEL STADT

Sven Rene Dreyer

Wallstraße 1a, 34125 Kassel, geb. 1969 – Listenplatz 1

Sven Dreyer

Sven Dreyer

Wallstraße 1a, 34125 Kassel

Wallstraße 1a, 34125 Kassel

 

 

 

 

 

 

 

Der bisherige Beisitzer und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Kasseler AfD ist nun hauptberuflicher AfD Politiker. Vorher nach eigenen Angaben im Einzelhandel. Er kandidiert auf Listenplatz 1 zur Kommunalwahl. Er lebt mit seiner Frau in einem Mehrfamilienhaus in der Unterneustadt. Der Mittfünfziger hält Merkel für eine Bolschewistin und trägt meistens einen akkuraten Seitenscheitel mit beigen Anglerwesten. Der eher fragwürdige Charakter wird zukünftig die Fraktion anführen.

Michael Moses Meil

Bühlchenweg 1, 34132 Kassel, geb. 1969 – Listenplatz 2

Michael Moses-Meil

Michael Moses-Meil

Bühlchenweg 1, 34132 Kassel

Bühlchenweg 1, 34132 Kassel

 

 

 

 

 

 

 

Der hochaktive Funktionär taucht auf jeder Veranstaltung auf. Ob Verschwörungsdemo gegen Coronamaßnahmen am 14.11.20 oder Rassistenkundgebung von Stürzenberger, Moses-Meil ist da. Er kandidiert auf Platz 2 und prägt die Politik der Kasseler AfD maßgeblich mit. Nach seinem Umzug nach Nordshausen wechselt er vom Landkreis in die Stadt. Dort war er Spiritus Rector des aufgelösten Ortsverbands Fuldabrück. Nach eigenen Angaben arbeitet er als „Betriebswirt“.

Thomas Schenk

Korbacherstraße 63b, 34132 Kassel, geb. 1966 – Listenplatz 3

Thomas Schenk

Thomas Schenk

Korbacher Straße 63 B, 34132 Kassel

Korbacher Straße 63 B, 34132 Kassel

 

 

 

 

 

 

 

Thomas Schenk ist ebenfalls eines der Zugpferde der Kasseler AfD. Er agiert seit Jahren als Sprecher des Stadtverbands. Auch er nahm an der Verschwörungsdemo gegen Coronamaßnahmen am 14.11.20 teil. Nach einer Sachbeschädigung an seinem Wohnhaus lobte er mit dem Landesverband ein Kopfgeld auf Antifaschist*innen aus. Schenk unterstützte den homophoben Wurmforscher Kutschera in einem Gerichtsprozess. Er ist mit Gerhard Schenk verwandt, mit dem er auch Veranstaltungen der Reservistenkameradschaft Kassel besuchte.

Michael Werl

Kohlenstraße 27, 34121 Kassel, geb. 1987 – Listenplatz 4

Michael Werl

Michael Werl

Kohlenstraße 27, 34121 Kassel

Kohlenstraße 27, 34121 Kassel

Der langjährige Faschist Michael Werl ist schon Teil der Stavo Fraktion. Neben schlechtsitzenden Anzügen steht er für die Neonazi-Burschenschaft Germania und sein ehemaliges Engagement bei den REPs. Er ist weiterhin bisher JA Vorsitzender Hessen sowie Fraktionssprecher der Stavo-AfD Kassel. Nach mehreren Umzügen wohnt er nun weiter in Wehlheiden. Auf dem Papier studiert er weiter an der Universität Kassel.

Norbert Hansmann

Liebigstraße 6, 34125 Kassel, geb.1961 – Listenplatz 5

Norbert Hansmann

Norbert Hansmann

Liebigstraße 6, 34125 Kassel

Liebigstraße 6, 34125 Kassel

 

 

 

 

 

 

 

Hansmann ist neu auf der Bühne der Kasseler Lokalpolitik. Er tauchte ebenfalls auf der Verschwörungsdemo gegen Coronamaßnahmen am 14.11.20 auf. Auch auf anderen Querdenken Veranstaltungn nahm er teil. Nach eigenen Angaben arbeitet Hansmann als Systemadministrator.

Volker Scheld

Am Fasanenhof 41, 34125 Kassel, geb.1955 – Listenplatz 6

Volker Scheld

Volker Scheld

Am Fasanenhof 41, 34125 Kassel

Am Fasanenhof 41, 34125 Kassel

 

 

 

 

 

 

 

Scheld ist ebenfalls neu auf der Kommunawahlliste. Auch er nahm an der Verschwörungsdemo gegen Coronamaßnahmen am 14.11.20 teil. Weiterhin wurde er von der AfD als ehrenamtlicher Richter im Verwaltungsgericht Kassel bestellt. Dort wurde er unerkannt von den Stadtverordneten ins Amt gehoben. Nun liegen die Karten als Listenkandidat der AfD offen.

Gerhard Schenk

Korbacherstraße 63b, 34132 Kassel, geb. 1947 – Listenplatz 7

Gerhard Schenk

Gerhard Schenk

Korbacher Straße 63 B, 34132 Kassel

Korbacher Straße 63 B, 34132 Kassel

 

 

 

 

 

 

 

Der Rentner und bisheriges Stavo Mitglied rückte 2017 nach mehreren Wechseln in der Fraktion nach. Auch er wohnt im Haus von Thomas Schenk, mit dem er verwandt ist. Als jahrelanger relevanter Akteur der AfD Kassel lief er auch auf der Verschwörungsdemo gegen Coronamaßnahmen am 14.11.20 mit. Mit Thomas Schenk nahm er an Treffen der Reservistenkameradschaft Kassel teil.

Gerhard Gerlach

Sternbergstraße 35, 34121 Kassel, geb.1947 – Listenplatz 8

Gerhard Gerlach

Gerhard Gerlach

Sternbergstraße 35, 34121 Kassel

Sternbergstraße 35, 34121 Kassel

 

 

 

 

 

 

 

Listenplatz 8 nimmt Gerhard Gerlach ein. Er war ebenfalls Teil des Fraktionsbesuchs auf der Verschwörungsdemo gegen Coronamaßnahmen am 14.11.20. Der Rentner hat sein neues Betätigungsfeld in der rassistischen Partei gefunden: Als Vorstandsbeisitz der Kasseler AfD und Stavo Mitglied war er bisher aktiv, nun ist er erneut als Stavo Abgeordneter nominiert. Auch lief er schon 2015 bei KAGIDA mit.

Anton & Doris Münnich

Christbuchenstraße 92, 34130 Kassel, geb.1950 & 1942 – Listenplatz 13/14

Anton Münnich (links) & Doris Münnich (rechts)

Anton Münnich (links) & Doris Münnich (rechts)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Ehepaar Münnich ist zwar eher weiter hinten auf der Wahlliste, jedoch umso überraschender dass sich zwei bekennende und aktive Christen in der rassistischen Partei engagieren. Der Diakon und die Gemeindereferentin der „Herz Jesu“ Gemeinde Kassel nahmen unter Anderem an der Kundgebung des Rassisten Stürzenberger im Januar 2021 teil. Sie hielten auch am AfD Stammtisch einen Vortrag über „Christen in der AfD“, eine Unterorganisation der Partei.

Sybille Johst

Goethestraße 58, 34119 Kassel, geb.1946, Listenplatz 9

Sybille Johst

Sybille Johst

 

 

 

 

 

Die Aktivistin der sogenannten Frauenmahnwache findet sich auch auf der Wahlliste wider. Die Frauenmahnwache ist ein Rekrutierungsbecken der Kasseler AfD, die unter dem Vorwand des Schutzen von Frauen rassistische Thesen vertritt. Johst nimmt dort eine relevante Stellung als Mitorganisatorin ein. Nun taucht sie als Kandidatin der Kommunalwahl wieder auf – ein klares Bekenntnis zur faschistischen Politik der AfD und zum Antifeminismus. Weiterhin war sie Teilnehmerin der Verschwörungsdemo gegen Coronamaßnahmen am 14.11.20.

Erika Riemann

Ahrensbergstraße 10 a, 34131 Kassel, geb.1957, Listenplatz 20

Erika Riemann

Erika Riemann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Riemann ist ebenfalls eine Frauenmahnwachenaktivistin, die nun auf der Wahlliste steht. Sie nutzt aktiv Social Media, wo sie rassistische und verschwörungstheoretische Thesen vertritt. Passend hierzu besuchte sie die krude Kundgebung des Wanderrassisten Stürzenberger in Kassel. Trotz ihrer weit hinten angesiedelten Kandidatur, zeigt sich hier, dass die Kasseler AfD nicht wegzudenkender Teil der Frauenmahnwache ist und sie gleichzeitig auf deren Aktivistinnen zählen kann.

Thomas Materner

Weserstraße 39, 34125 Kassel, geb.1981, Listenplatz 24

Thomas Materner

 

 

 

 

 

 

Der langjährige Aktivist der AfD scheint unbeliebt geworden zu sein. Vom Vorstandsmitglied und Landtagswahlkandidat zum letzten Listenplatz ist ein weiter Weg. Dennoch konnte sich Materner wieder aufstellen lassen. In der Stavo verteilte der Höcke-Fan Aufrufe zur Unterstützung des thüringer Faschisten. Nach den Ausschreitungen in Chemnitz forderte der gescheiterte Rassist, dass Kassel eine Städtepartnerschaft eingehen solle. Im Hinblick auf die documenta sprach er im Nazi-Jargon von „entstellter Kunst“.

AfD Funktionäre im Landkreis Kassel

Florian Kohlweg

Friedrich Ebert Str. 14, 34385 Bad Karlshafen, geb.1996 – Listenplatz 1

Florian Kohlweg

Florian Kohlweg

Friedrich-Ebert-Str. 14, 34385 Bad Karlshafen

Friedrich-Ebert-Str. 14, 34385 Bad Karlshafen

Florian Kohlweg tritt erneut als Spitzenkandidat für die AfD im Landkreis Kassel an. Der AfD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag und Sprecher des Kreisverbandes ist seit Jahren Multifunktionär der nordhessischen AfD. Begeistert von den AfD-Gründungsveranstaltungen und seiner ersten AfD-Demonstration in Berlin 2015 ist er in kurzer Zeit zum jungen Aushängeschild der AfD geworden. Als stv. Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung in Bad Karlshafen gibt er sich bürgernah und versuchte Kampagnen gegen die örtliche Hafeneröffnung und Windkrafträder im Reinhardswald zu initiieren. Auch auf Landesebene will sich Kohlweg profilieren: 2018 war er Landtagswahlkandidat und zeitweise saß er in den Landesvorständen der hessischen AfD und der Jungen Alternative. Im Vergleich zu den anderen Mitgliedern des JA-Vorstandes, die immer wieder als IB-Aktivisten oder durch Bezüge zur Neuen Rechten auffielen, trat er in der Öffentlichkeit meist moderater auf. Dass diese Inszenierung strategischer Natur ist, zeigt sich aber im Umgang mit offenem Rechtsextremismus in seinem Kreisverband: Als sein ehemaliger Fraktionskollege Gottfried Klasen etwa mit Verweis auf NS-Propaganda über jüdisch-amerikanische Vernichtungspläne gegen das deutsche Volk schwadronierte, bezeichnete er die Kritik an den antisemitischen Äußerungen als „teilweise abstrus“. Auch nach den Veröffentlichungen über den AfD-Kandidaten und Neonazi Christian Wenzel schien Kohlweg als Pressesprecher nur um sein eigenes Image besorgt. Nach Aussage von Wenzel habe Kohlweg ihn aufgefordert bloß nicht mit Journalisten zu reden und angeboten, er könne dann auch wieder für die AfD aktiv werden, wenn „Gras über die Sache gewachsen sei“.

Harribert Kühne

Volkmarser Str. 27, 34479 Breuna, geb.1958 – Listenplatz 2

Harribert Kühne

Harribert Kühne

Volkmarser Str. 27, 34479 Breuna

Volkmarser Str. 27, 34479 Breuna

Harribert Kühne aus Breuna kandidiert auf dem zweiten Platz der AfD-Kommunalwahlliste. Seit 2016 sitzt er für die AfD im Kreistag und fungiert als stv. Sprecher hinter Kohlweg. Im Kreisvorstand ist er für die Programmatik zuständig. Privat ist der Betriebswirt Geschäftsführer des „Wirtshaus Phönix“ in Volkmarsen und sitzt im Aufsichtsrat der Wohnungsbaugenossenschaft Bad Arolsen. Ein Problem mit dem langjährigen AfD-Funktionär scheint die Genossenschaft dabei nicht zu haben.

Helmut Gras

Esseweg 4, 34214 Espenau, geb. 1952 – Listenplatz 3

Helmut Gras

Helmut Gras

Esseweg 4, 34314 Espenau

Esseweg 4, 34314 Espenau

Helmut Gras aus Espenau ist AfD-Vorstandsmitglied der ersten Stunde und tritt nun im Landkreis erneut als Stadtverordneter an. Der ehemalige Bankdirektor fungierte als Schatzmeister des AfD-Kreisverbandes und gehörte 2015 zu den AfD-Deligierten des Landkreises auf dem Bundesparteitag. Mittlerweile ist er für die Mitgliederbetreuung der AfD zuständig und trifft sich als erstes mit Interessent*innen der Partei. Dies ist aber in letzter zeit nicht mehr sonderlich häufig nötig: auch im Landkreis Kassel stagnierten die Mitgliederzahlen der AfD in letzter Zeit bei knapp über 100.

Volker Richter

Lindenstraße 26, 34277 Fuldabrück, geb.1964 – Listenplatz 4

Volker Richter

Volker Richter

Lindenstr. 26, 34277 Fuldabrück

Lindenstr. 26, 34277 Fuldabrück

Der Kreisverband Landkreis Kassel wurde 2013 von Volker Richter mitgegründet. Als einziger Landtagsabgeordneter aus Stadt und Kreis Kassel sitzt er für die AfD im Landtag, ist in der Fraktion stv. Vorsitzender und zudem im hessischen Landesvorstand vertreten. Als sozialpolitischer Sprecher versucht er regelmäßig entsprechend der Programmatik der AfD soziale Ungerechtigkeit nur auf Zuwanderung zurückzuführen. Hierbei zeigen sich bei Volker Richter immer wieder Merkmale einer völkischen Weltanschauung. Ein Tötungsdelikt in einer Geflüchtetenunterkunft benutzt er etwa um zu verlautbaren, dass solche Totschläge notwendiges Resultat sind, „wenn Menschen unterschiedlicher Kulturen zusammenleben müssen.“

Andreas Flinsch

Trieschweg 6, 34320 Söhrewald, geb.1961 – Listenplatz 5

Andreas Flinsch

Andreas Flinsch

Trieschweg 6, 34320 Söhrewald

Trieschweg 6, 34320 Söhrewald

Andreas Flinsch kandidiert für die AfD auf Listenplatz 5. Gegenwärtig ist Flinsch Kreisbeigeordneter der AfD im Landkreis und somit Mitglied des Kreisausschusses, dem Verwaltungsorgan des Landkreises. Er nimmt aktiv an Landkreispolitik teil und war bereits zu Anfangszeit der AfD als Funktionär im Kreisvorstand tätig. Mit seiner Frau, Angela Flinsch, ist er in ihrem Heimatort Wattenbach gut verwurzelt – die beiden AfD-Mitglieder führen gemeinsam eine Hundezucht und Angela Flinscher betreibt einen Friseursalon im Privathaus.

Hermann Schaab

Kronbergweg 36, 34311 Naumburg, geb.1963 – Listenplatz 6

Hermann Schaab

Hermann Schaab

Kronbergweg 36, 34311 Naumburg

Kronbergweg 36, 34311 Naumburg

Hermann Schaab tritt auf Listenplatz 6 erneut als Stadtverordneter an. Er ist bereits seit Jahren für die AfD in Naumburg aktiv und war Mitglied des Kreisvorstand. Der Volkswagen-Mitarbeiter schaffte es im Kreistag stv. Vorsitzender des Umweltausschusses zu werden, wo er sich vor allem gegen die Förderung von Windkraft einsetzte.

Franz Wolf

Am Bahnhof 2, 34246 Vellmar, geb. 1962 – Listenplatz 7

Franz Wolf

Franz Wolf

Am Bahnhof 2, 34246 Vellmar

Am Bahnhof 2, 34246 Vellmar

Franz Wolf tritt, ebenso wie seine Frau Kornelia Wolf, für den Kreistag und für die Gemeindeversammlung in Vellmar an. Mit dem dem siebten Platz auf der Kommunalwahlliste und als Spitzenkandidat für Vellmar hat Wolf eine gute Chance in beide Kommunalparlamente einzuziehen. Er ist als Teil der AfD-Basis sehr aktiv – im Kreisvorstand ist er für Events zuständig und für den Ortsverbandes Vellmar fungiert er als Ansprechpartner und Sprecher. Der im Juli 2019 offiziell gegründet Ortsverband ist neben dem Ortsverband Bad Karlshafen unter Florian Kohlweg der einzige momentan noch aktive Regionalverband der AfD im Landkreis. In Vellmar fanden überdies vor der Corona Pandemie wiederholt AfD-Stammtische statt: die Kleinstadt ist einer der wenigen Orte im Landkreis wo die Partei weiterhin auf eine aktive Basis und gut funktionierende Strukturen zurückgreifen kann.

René Stephan

Rundstraße 32, 34253 Lohfelden, geb. 1962 – Listenplatz 8

René Stephan

René Stephan

Rundstraße 32, 34253 Lohfelden

Rundstraße 32, 34253 Lohfelden

Nachdem der AfD-Funktionär Gottfried Klasen 2016 aufgrund von antisemitischen Äußerungen zurücktreten musste, rückte René Stephan für ihn in den Kreistag nach. Seitdem ist der zweitjüngste AfD-Stadtverordnete von Calden nach Lohfelden umgezogen und wohnt dort mit Dietmar Stephan, welcher ebenfalls für die AfD antritt. Zwischenzeitlich war René Stephan im Landkreis mit für die Wahlkampf-Koordination zuständig und tritt nun erneut als Stadtverordneter für den Kreistag an. René Stephan ist zudem gemeinsam mit Thomas Springer, Schatzmeister des Kreisverbandes, Spitzenkandidat der AfD in Lohfelden. Die Stadt Lohfelden ist neben Vellmar und Bad Karlshafen, die einzige Kommune für welche die AfD ausreichend Bewerber/innen für die örtliche Kommunalwahlliste finden konnte. In der Gemeindevertretung von Lohfelden möchte sich der Jungalternative zukünftig vor allem für „Innere Sicherheit“ und gegen „Drogenkriminalität“ einsetzen.

Christian Riethmüller

Quellenweg 58, 34253 Lohfelden, geb. 1983 – Kandidat Lohfelden

Christian Riethmüller

Christian Riethmüller

Christian Riethmüller tritt für die AfD in Lohfelden an. Der Metallbauer aus Thüringen war zuletzt bereits durch seine Teilnahme an Corona-Leugner Demonstrationen sowie der rassistischen Kundgebung von Michael Stürzenberger am 31.10.2020 in Kassel aufgefallen. In sozialen Medien zeigt sich, dass der AfD-Kandidat vor allem neonazistische Einstellungen vertritt. So gefallen ihm zahlreiche Neonazi-Seiten – darunter etwa die NPD und das „Deutsche Warenhaus“ von Thorsten Heise.

Werner Skripzak

Berliner Straße 24, 34298 Helsa, geb. 1952 – Listenplatz 12

Werner Skripzak

Werner Skripzak

Werner Skripzak ist ein AfD-Mitglied und Aktiver der ersten Stunde. 2018 trat er mit Florian Kohlweg gemeinsam als Direktkandidat für die Landtagswahl in Hessen an. Immer wieder nahm er auch als Delegierter aus Nordhessen auf Landesparteitagen teil, so etwa 2019 in Neuhof. Sonst fällt Werner Skripzak vor allem durch rassistische Postings und Gewaltaufrufe in „social-Media“ auf. So postet er regelmäßig rassistische Inhalte und schreibt bezüglich arabischer Länder von einer „Primatenkultur“. Die „Volksverräter“, die er für Einwanderung aus den Ländern verantwortlich macht, möchte er bestraft sehen. So rief er dazu auf, dass die „kriminelle Merkelregierung ausgerottet werden sollte“. Merkel selbst, so Skripzak, „gehört auf den Scheiterhaufen“.

Christian Wenzel

Waldhof 30a, 34298 Helsa, geb. 1977 – Listenplatz 15

Christian Wenzel

Christian Wenzel

Der AfD-Kandidat Christian Wenzel ist ein langjähriger Kasseler Neonazi. Der politische Weggefährte von Stephan Ernst, dem rechtsterroristischen Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, ist bereits seit Ende der 1990er Jahren in militanten rechtsextremen Strukturen aktiv. Er war aktiv für das Neonazi-Netzwerk „Blood&Honour“, Anführer der „Kameradschaft Kassel“ und tauchte im mutmaßlichen Kasseler NSU-Umfeld auf. Auch heute noch pflegt er Kontakt zu seinen Neonnazi-Kameraden, Stephan Ernst schrieb er aus Solidarität einen Brief in das Gefängnis und kündigte an ihn besuchen zu wollen. Dieser Hintergrund hinderte ihn nicht bei der Bundeswehr und bei der Kasseler AfD aktiv zu sein – im Gegenteil fand er dort folgerichtig seine neue politische Heimat. Nach den Veröffentlichungen zur Person Wenzel wurde dieser von der Partei fallen gelassen – auf ihrer Wahlliste wird der Neonazi weiterhin stehen.

Jürgen Schröder & Sybille Schröder

Nordstraße 38 , 34246 Vellmar, geb. 1953&1955 – Listenplatz 24 & 26

Jürgen Schröder & Sybille Schröder

Jürgen Schröder & Sybille Schröder

Die Ehepartner Jürgen und Sybille Schröder treten gemeinsam für die AfD zur Wahl der Gemeindeversammlung in Vellmar und, auf hinteren Listenplätzen, für die Kreistagswahl an. Sie sind im Ortsverband der AfD in Vellmar aktiv und bereits seit geraumer Zeit auf AfD-Veranstaltungen, auch etwa bei den Kasseler Stammtischen, anzutreffen. Jürgen Schröder sitzt überdies im Kreisvorstand der AfD und ist dort für Veranstaltungen zuständig. Großveranstaltungen, wie der Empfang von Jörg Meuthen, die zuletzt vor allem in Vellmar durchgeführt worden. Gemeinsam sind Jürgen und Sybille Schröder auch bei den rassistisch motivierten Kasseler Frauenmahnwachen, bei denen die beiden als Organisator/innen auftreten. Der Versuch der Frauenmahnwache sich als parteiunabhängig zu inszenieren, zeigt sich anhand der AfD-Kandidat/innen erneut als Farce: neben dem Ehepaar Schröder treten mehrere Aktivist/innen der Frauenmahnwache in Stadt und Land an. Etwa Sybille Johst und Erika Riemmann für die Stadt sowie Katharina Lewin in Lohfelden. Lewin organisierte auch bereits über die AfD eine gemeinsame Anreise für die Mahnwache des rechten YouTubers Tim Kellner in Paderborn.

Kandidaturen der AfD Kassel 2021 zur Kommunalwahl nach Listenplätzen

Stadt Kassel

  1. Dreyer, Sven, geb. 1969, Wallstraße 1a, 34125 Kassel
  2. Moses-Meil, Michael, geb. 1969, Bühlchenweg 1, 34132 Kassel
  3. Schenk, Thomas, geb. 1966, Korbacher Straße 63 b, 34132 Kassel
  4. Werl, Michael, geb. 1987, Kohlenstraße 27, 34121 Kassel
  5. Hansmann, Norbert, geb. 1961, Liebigstraße 6, 34125 Kassel
  6. Scheld, Volker, geb. 1955, Am Fasanenhof 41, 34125 Kassel
  7. Schenk, Gerhard, geb. 1947, Korbacher Straße 63 b, 34132 Kassel
  8. Gerlach, Gerhard, geb. 1947, Sternbergstraße 35, 34121 Kassel
  9. Johst, Sibylle, geb. 1946, Goethestraße 58, 34119 Kassel
  10. Hübner, Siegfried, geb. 1954, Landgraf-Karl-Straße 15, 34131 Kassel
  11. Bieniecki, Tizian, geb. 1984, Rhönstraße 15, 34134 Kassel
  12. Müsch, Jürgen, geb. 1954, Sandbuschweg 25, 34132 Kassel
  13. Münnich, Anton, geb. 1950, Christbuchenstraße 92, 34130 Kassel
  14. Münnich, Doris, geb. 1942, Christbuchenstraße 92, 34130 Kassel
  15. Smieja, Brigitte, geb. 1951, Rhönstraße 15, 34134 Kassel
  16. Oberjörg, Norbert, geb. 1947, Dag-Hammarskjöld-Straße 2, 34119 Kassel
  17. Marggraff, Peter, geb. 1965, Korbacher Straße 213 a, 34132 Kassel
  18. Schenk, Wilfried, geb. 1940, Heinrich-Heine-Straße 30, 34121 Kassel
  19. Bich, Waldemar, geb. 1978, Theodor-Haubach-Straße 10, 34132 Kassel
  20. Riemann, Erika, geb. 1957, Ahrensbergstraße 10 a, 34131 Kassel
  21. Mordt, Peter, geb. 1943, Wilhelmshöher Allee 333, 34131 Kassel
  22. Dietrich, Michael, geb. 1964, Kirchweg 21, 34121 Kassel
  23. Dorner, Georg, geb. 1939, Goethestraße 58, 34119 Kassel
  24. Materner, Thomas, geb. 1981, Weserstraße 39, 34125 Kassel

Kassel Landkreis

  1. Kohlweg, Florian, geb. 1996, Friedrich-Ebert-Str. 14, 34385 Bad Karlshafen
  2. Kühne, Harribert, geb. 1958, Volkmarser Str. 27, 34479 Breuna
  3. Gras, Helmut, geb. 1952, Esseweg 4, 34314 Espenau
  4. Richter, Volker, geb. 1964, Lindenstr. 26, 34277 Fuldabrück
  5. Flinsch, Andreas, geb. 1961, Trieschweg 6, 34320 Söhrewald
  6. Schaab, Hermann, geb. 1963, Kronbergweg 36, 34311 Naumburg
  7. Wolf, Franz, geb. 1962, Am Bahnhof 2, 34246 Vellmar
  8. Stephan, René, geb. 1987, Rundstraße 32, 34253 Lohfelden
  9. Springer, Thomas, geb. 1961 Spandauer Weg 2, 34253 Lohfelden
  10. Pfläging, Ralf, geb. 1968, Holländische Str. 41, 34379 Calden
  11. Becker, Benjamin, geb. 1986, Gustav-Stresemann-Str. 1, 34369 Hofgeismar
  12. Skripzak, Werner, geb. 1952, Berliner Str. 24, 34298 Helsa
  13. Redler, Marc, geb. 1974, Helmarshäuser Str. 50, 34388 Trendelburg
  14. Hickethier, Jürgen, geb. 1960, Friedrich-Ebert-Ring 33, 34253 Lohfelden
  15. Wenzel, Christian Willi, geb. 1977, Waldhof 30a, 34298 Helsa
  16. Jäger, Heiko, geb. 1974, Am Auland 1, 34385 Bad Karlshafen
  17. Becker, Birgit, geb. 1965, Gustav-Stresemann-Str. 1, 34369 Hofgeismar
  18. Becker, Johannes, geb. 2000, Gustav-Stresemann-Str. 1, 34369 Hofgeismar
  19. Engelhardt, Ralf-Rüdiger, geb. 1952, Am Sonnenhang 8, 34270 Schauenburg
  20. Lotze, Manfred, geb. 1952, Grüne Aue 30, 34317 Habichtswald
  21. Luksch, Klaus, geb. 1955, Parkstraße 4a, 34246 Vellmar
  22. Witschnig, Gaby, geb. 1954, Ropperoderstraße 12, 34270 Schauenburg
  23. Bienemann, Artur, geb. 1991, Willy-Brandt-Str. 16, 34369 Hofgeismar
  24. Schröder, Jürgen, geb. 1953, Nordstraße 38, 34246 Vellmar
  25. Mittelbach, Andreas, geb. 1992, Steinweg 9a, 34317 Habichtswald
  26. Schröder, Sybille, geb. 1955, Nordstraße 38, 34246 Vellmar
  27. Marscheider, Lothar, geb. 1945, Oelshäuser Str. 13, 34289 Zierenberg
  28. Wolf, Kornelia, geb. 1963, Am Bahnhof 2, 34246 Vellmar

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