Archiv der Kategorie: Neuigkeiten

Die Burschenschaft Germania

Aus dem Jahresbericht 2019

An vielen universitären Standorten existieren studentische Verbindungen, Burschenschaften und andere männerbündische Reliquien vergangener Jahrhunderte. Meist jedoch an älteren Universitäten, die sich gerne den Stempel „geschichtsträchtig“ aufdrücken möchten.

Doch auch die recht „junge“ Universität Kassel besitzt solche Verbünde mit der farbentragenden Studierendenverbindung TW V. Chattia ( T.V. Bauhütte zu Kassel vorm. Hildburghausen/Thüringen) in der Gartenstraße 17 in Kassel/Wesertor und die farbentragende Burschenschaft Germania Kassel in der Wolfsanger Straße 98 Kassel/Wolfsanger. Letztere fiel vor allem durch ihre rechten und überzeugt nationalsozialistischen Mitglieder immer wieder negativ auf. Die Burschenschaft Germania Kassel ging am 4. Dezember 1985 aus der Vereinigung Alter Burschenschafter Kassel (VAB) hervor. Seit 1991 ist sie in der Deutschen Burschenschaft (DB) organisiert.

Burschenschaft Germania Kassel, Wolfsangerstraße 98

Burschenschaft Germania Kassel, Wolfsangerstraße 98

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Bernd Tödter und „Sturm 18“

Aus dem Jahresbericht 2019

Für viele ist der Name Bernd Tödter bekannt, da dieser in verschiedenen extrem rechten Kameradschaften und Gruppen auftauchte. Er ist jedoch ebenfalls für seine Gewaltbereitschaft namenhaft, aufgrund derer er als gefährliche Person einzuschätzen ist.

Gruppenfoto „Aryan Circle“, Bernd Tödter in der Mitte

Gruppenfoto „Aryan Circle“, Bernd Tödter in der Mitte

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Die AfD in Kassel

Aus dem Jahresbericht 2019

Bei der Landtagswahl in Hessen am 28.10.2018 schaffte die Alternative für Deutschland (AfD) mit 13,1 % der Stimmen auch im letzten deutschen Landtag den Sprung über die 5 % Hürde und war somit in allen Bundesländern (als Oppositionspartei) vertreten. Im Wahlkreis Kassel-Stadt I trat Manfred Mattis zur Wahl für die AfD an und holte 8,7 % der Stimmen. Mattis, schon seit den Anfängen der AfD in Kassel Teil der Partei, trat auch außerhalb dieser in Erscheinung. So agierte er z.B. als Redner bei KAGIDA und trat zuletzt auch als Schaulustiger des Kutschera-Prozesses in Erscheinung.

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Combat 18 Deutschland und Stanley Röske

Aus dem Jahresbericht 2019

Im Jahr 2018 gelang es antifaschistischen Recherchestrukturen aufzudecken, dass der (zu der Zeit) in Kaufungen lebende Stanley Röske eine zentrale Rolle in den „Combat 18 Deutschland“ Strukturen innehat. Es könne davon ausgegangen werden, dass eine bereits so lang bestehende Struktur neben der behördlichen Blindheit für neonazistische Strukturen die Grundregeln des konspirativen Handelns in und auswendig kennt, vor allem, weil einzelne Führungspersonen bereits sehr erfahren sind.

Stanley Röske

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Der Mord an Walter Lübcke

Aus dem Jahresbericht 2019

Am 02. Juni wurde Walter Lübcke auf seiner Terrasse in Wolfhagen erschossen. Kurze Zeit später wurde Stephan Ernst, der jahrzehntelang in rechtsradikalen Kreisen verkehrte, festgenommen. Es folgt eine Chronologie der Ereignisse und eine politische Einordnung der Tat.

Markus Hartmann (links, mit Mütze und Telefon in der Hand) und Stephan Ernst (rechts) bei AfD-Demonstration in Chemnitz 2018

Markus Hartmann (links, mit Mütze und Telefon in der Hand) und Stephan Ernst (rechts) bei AfD-Demonstration in Chemnitz 2018

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Razzia und Sonnenwendfeier in Kirtorf

Im Rahmen der Ermittlungen gegen Polizeibeamt*innen in Frankfurt nach der Bedrohung der Anwältin Seda Basay-Yildiz stießen die Kolleg*innen auch auf polizeiinterne WhatsApp-Chats. Darin wurde die rechtsradikale Gesinnung der Polizeibeamt*innen deutlich. In diesem Zusammenhang kam es bereits am 25. Oktober zu einer Durchsuchung auch im mittelhessischen Kirtorf (Vogelsbergkreis).

In der Vorweihnachtszeit kam es zu einer weiteren Polizeiaktion in Kirtorf. Am 21.12. organisierten Neonazis eine Sonnenwendfeier, die von der Polizei „beobachtet“ wurde. Obwohl Platzverweise ausgesprochen wurden und kein Feuer angezündet werden durfte, konnte die Sonnenwendfeier stattfinden.

Kirtorf ist schon länger ein Schwerpunkt der hessischen Naziszene  (ag5 marburg oder der rechte rand) und geriet zuletzt durch den Film „Blut muss fließen“ in die Öffentlichkeit, da viele der heimlich dokumentierten Rechstrockkonzerte dort stattfanden.

Neue Veröffentlichung zu „Combat 18“ mit Nordhessen-Schwerpunkt

Die antifaschistische Rechercheplattform Exif veröffentlichte am 16. Juli 2018 einen umfangreichen Bericht über die Machenschaften und Strukturen der „Combat 18“-Neugründung. Einer der Schwerpunkte der Veröffentlichung ist der „Sektionsleiter“ Stanley Röske aus dem nordhessischen Kaufungen.

Der gesamte Text ist abrufbar unter https://exif-recherche.org/?p=4399

Kurzmeldung: „Kandel ist überall“ auch in Kassel

Am 13. und 27. Februar fand in Kassel eine Kundgebung gegen Gewalt an Frauen vor dem Rathaus statt. Die Nähe zu AfD und „Kandel ist überall“ weisen auf einen rassistischen Hintergrund hin.

Auf Facebook wurde die Aktion ausschließlich von der AfD und der offiziellen Facebook-Seite von „Kandel ist überall“ aufgegriffen. Dort wurde zuvor dazu aufgerufen, Aktionen und Fotos vor dem eigenen Rathaus zu machen, um die rechte Initiative in Kandel zu unterstützen. Es ist also trotz unscheinbaren Auftretens davon auszugehen, dass die Kundgebung vor dem Kasseler Rathaus in diesem Kontext stattfindet und einen rassistischen Hintergrund hat.

Nachdem in Kandel eine Fünfzehnjährige von ihrem Ex-Freund im Streit getötet worden war, gingen bis zu 4.500 Menschen auf die Straße. Schnell war klar, dass es den Organisator*innen nur am Rande um Gewalt an Frauen geht. Als Gegenmaßnahmen werden beispielsweise die Schließung der deutschen Grenze sowie konsequentere Abschiebepolitik gefordert. Die aus dem AfD-Umfeld organisierten Demonstrationen zogen u.a. rechte Hooligans und die Identitäre Bewegung an. Von der Partei selbst wird die Initiative als rechte Bürgerbewegung und „Durchbruch im Westen“ gefeiert.

Wie schon bei Pegida scheint es auch in Kassel einen Ableger zu geben. Zwar verzichten die Organisator*innen (wahrscheinlich bewusst) auf offensichtlich rassistisches Material auf der Kundgebung oder eine eindeutige politische Einordnung. Zumindest einige der beteiligten Personen legen jedoch auch in Kassel eine Verbindung zur AfD nahe.

Am kommenden Dienstagnachmittag soll die Kundgebung erneut stattfinden.

Reichsbürger auf Hessischer Landesliste der Partei „Deutsche Mitte“

Die Kleinstpartei Deutsche Mitte“ tritt 2017 das erste Mal zur Bundestagswahl an. Auf ihrer hessischen Landesliste steht mit Peter Pawlak eine bekannte Person aus dem Reichsbürger-Millieu.

“Deutsche Mitte” – eine fragwürdige Partei

Wahlwerbung der Partei „Deutsche Mitte“

Die Partei “Deutsche Mitte” wurde 2013 gegründet und hat derzeit nach eigenen Angaben etwas über 3000 Mitglieder. Die Partei tritt dieses Jahr zur Bundestagswahl an und ist in 11 Bundesländern wählbar. Auch ohne eine Beschäftigung mit ihrem Personal fällt die Partei auf, zum Beispiel durch ihre Wahlwerbung. Diese erinnert zumindest in ihrer Bildsprache stark an nationalsozialistische Propaganda. Am 2. September wurde in Kassel der erste Wahlkampfstand der Partei gesichtet. Dort war neben Pawlak selbst auch eine weitere Person aus dem Reichsbürger-Millieu anzutreffen.

Der Reichsideologie hingen nach 1945 zunächst die Nationalsozialisten an, die davon ausgingen, die BRD sei lediglich ein Besatzungsinstrument der Alliierten und in Wahrheit bestehe das Deutsche Reich fort. Diese Idee ist bis heute in rechten Kreisen verbreitet und theoretisches Bindeglied zwischen ReichsbürgerInnen und Neonazis. Der deutsche Staat selbst hat diese Bewegung lange Zeit als Gruppe von verschwörungsideologischen Spinnern abgetan, obwohl sie zum Teil öffentlich von Bürgerkrieg und ethnischen Säuberungen fantasieren. Dass sich Teile dieser Bewegung im Laufe der Zeit mit Waffen eingedeckt haben und bereit sind, diese z.B. gegen Polizisten einzusetzen, zeigten Vorfälle und Verfahren der letzten Monate.

Peter Pawlak

Montagsdemo in Kassel

Kandidierte Peter Pawlak bei der Bundestagswahl 2005 noch als Direktkandidat im Schwalm-Eder Kreis für die Liste „Die Linke“, trat er seit Anfang 2007 als Anmelder der sogenannten „Basisdemokratische Montagsdemonstration“ in Erscheinung. Pawlaks Engagement richtete sich fortan beispielsweise gegen „Überfremdung“ und für das Fortbestehen des Deutschen Reiches. Auf der wöchentlichen Kundgebung in der Kasseler Innenstadt, gaben sich verschwörungsideologische Reichsbürger, sowie Neo-Nazis wie Mike Sawallich die Klinke in die Hand. Untermalt wurde die Kundgebung regelmäßig von neonazistischer Musik.

Nachdem die Montagsdemo in Kassel nach etlichen Jahren erfolgloser Agitation schließlich eingestellt wurde und Pawlak zunächst von der nordhessischen Bildfläche verschwand, tauchte er in den folgenden Jahren bei verschiedensten Veranstaltungen der radikalen Rechten wieder auf. Es folgt eine exemplarische Auflistung einiger seiner Umtriebe.

Pawlak besuchte u.a. die Demonstration “Offensive für Deutschland” am 26.09.2015 in Leipzig, den “Eichsfelder Heimattag” am 13.06.2015, eine Demonstration vom “III. Weg” in Saalfeld am 1. Mai 2015 sowie die Demonstration vom “Bündnis Zukunft Landkreis Gotha” am 18.04.2015, um nur einige zu nennen. Im Oktober 2015 nahm Pawlak an einem Thügida-Vernetzungstreffen teil und traf dort u.a. Tommy Frenck sowie David Köckert. Auf der Montagsdemo in Erfurt referierte Pawlak über Chemtrails. In einem Video aus dem September 2016 ist Pawlak zu sehen, wie er mit zwei weiteren Personen vor dem Haus eines Gerichtsvollziehers demonstriert. Am 11. Februar 2017 war Pawlak Redner bei einer Demonstration von u.a. Antisemit_innen und Holocaustleugner_innen in Dresden. Nur eine Woche später redete er bei der Thügida Demo in Saalfeld. Zuletzt wurde Pawlak beim Rudolf Hess Gedenkmarsch am 19. August 2017 in Falkensee, einem Vorort von Berlin-Spandau gesichtet.

Peter Pawlak beim Rudolf Hess Gedenkmarsch

Peter Pawlak demonstriert vor dem Haus eines Gerichtsvollziehers

Peter Pawlak bei Thüigda am 18.02.2017

Peter Pawlak am 11.02.2017 in Dresden

Michael Werl: AfD-Fraktionsvorsitzender und Neonazi Burschenschafter

Seit November 2016 ist Michael Werl Fraktionsvorsitzender der AfD in Kassel. Mit ihm befindet sich nun ein Burschenschafter und Neonazi an der Spitze der Fraktion. Screenshots einer Facebook-Unterhaltung belegen seine Gesinnung. Mit diesem Text wollen wir öffentlich machen, um wen es sich bei Michael Werl wirklich handelt. Zudem weisen wir erneut auf die Beziehungen von AfD, Neonazis und Burschenschaften hin.

Michael Werl - Neonazi bei der AfD

Michael Werl – Neonazi bei der AfD

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Kurzmeldung: ALFA auf den Spuren der AfD

Für den 4. November lädt die ALFA Hessen zu einer Veranstaltung ins Gasthaus Alt Süsterfeld im Eifelweg 28. Ein Vortrag von Rolf Stolz wird mit dem vielsagenden Titel “Willkommen in der Parallel-Gesellschaft” angekündigt. Stolz bezeichnet sich selbst als “dissidentischer Linker”, hat Angst vor der “Überfremdung” Deutschlands und hält die Antifa für faschistoid. Auf der Rückseite des Veranstaltungsflyer wirft die ALFA wahllos Reizworte in den Raum. Mit der Themenwahl wird deutlich, dass der ALFA die Abgrenzung zur AfD schwer fällt und beide Parteien um ein ähnliches Klientel werben.

Die zentrale Lage Kassels machen sich sowohl AfD als auch ALFA zu Nutze. So fand beispielsweise die Gründungsveranstaltung der ALFA im Juli 2015 in Kassel statt. Dennoch gibt es bisher keinen wahrnehmbaren Kasseler Orstverband. Es ist deshalb davon auszugehen, dass auf der Veranstaltungen am 4. November auch versucht werden wird, Interessierte für die Parteiarbeit vor Ort zu gewinnen.

Kurzmeldung: HNA als Plattform für Faschisten

Dem nordhessischen Qualitätsmedium HNA ist mal wieder nicht aufgefallen, wem sie eine Plattform zur Selbstinszenierung bietet. Bereits im März 2016 war es einen Artikel wert, dass irgendjemand abgenommen hat. Konkret ging es um Dennis Langen, zu dem Zeitpunkt 33 Jahre alt und Auszubildender im Awo-Seniorenzentrum in Sontra. Sieben Monate später: Die HNA deckt die skandalöse Verwahrlosung des Cornberger Spielplatzes auf. Als Sprecher der besorgten Cornbeger Eltern tritt Dennis Langen in die Öffentlichkeit, der zuvor Fotos vom Spielplatz auf seine Facebook-Seite hochgeladen hatte. Hätte sich eben jene Seite mal jemand von der HNA angesehen, hätte auffallen können, dass seinen Oberarm gut erkennbar ein Hakenkreuz ziert. Dennis Langen ist kein Vorbild für Übergewichtige sondern offensichtlich ein Faschist, dem die HNA nun erneut eine Plattform geboten hat, sich als engagierter Nachbar und Sprecher der Cornbeger Zivilgesellschaft zu inszenieren. Zudem sollte sich die Awo fragen, was für Leuten sie pflegebedürftige Menschen ausliefert.

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Dennis Langen als besorgter Anwohner mit Thors Hammer, Copacabana-Shirt und ACAB-Tattoo.

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Dennis Langen vor seinem Kampf gegen die Pfunde.

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Dennis Langen in Arbeitskleidung hält ein T-Shirt hoch.

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Dennis Langen ganz seriös mit Hakenkreuz-Tattoo auf dem Oberarm.

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Rangezoomt: Hakenkreuz-Tattoo auf dem Oberarm

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Kurzmeldung: Neonazistische Sommersonnenwendfeier in Nordhessen

Am Wochenende vom 24. bis 26. Juni fand im nordhessischen Knüllgebirge (Landkreis Schwalm-Eder) eine neonazistische Sommersonnenwendfeier statt. Ort der Veranstaltung war, wenig überraschend, das Anwesen, das dem 2014 verstorbenen Neonazi und Holocaustleugner Manfred Röder gehörte. Kurz vor seinem Ableben war das Grundstück offiziell in den Besitz der Tochter der Britin Michèle Renouf, die selbst als Holocaustleugnerin gilt, übergegangen.

Auch in Deutschland umtriebig: Michele Renouf

Auch in Deutschland umtriebig: Michele Renouf

Auf dem Programm standen neben Liederabend und Sonnenwendfeier auch Vorträge von Meinolf Schönborn, Robert Steinert (rechter Verleger), Frank Ludwig (NPD-Funktionär) und Gerd Ittner (international umtriebiger Neonazi). Beworben wurde die Veranstaltung maßgeblich durch Schönborn, der dafür u.a. die Kanäle seines Magazins “Recht und Wahrheit” nutzte. Schönborn machte zuletzt 2013 überregional Schlagzeilen, als im SWR über seine Rolle in der Neonazi-Organisation “Neue Ordnung” berichtet wurde. Die Gäste kamen sowohl aus dem Umland als auch aus dem Rest Deutschlands.

Michèle Renouf ist offenbar darum bemüht, die Tradition fortzusetzt, das abgelegene “Haus Richberg” im Knüll als neonazistische Begegnungsstätte zu nutzen. Die regelmäßig dort stattfindenden Sonnenwendfeiern sind nur ein Beispiel dafür.

Symbolbild: Das "Haus Richberg" im Knüll

Symbolbild: Das „Haus Richberg“ im Knüll

Kurzmeldung: KSV Hessen Kassel auswärts

Symbolbild: KSV Hessen Kassel - Das Beste aus Nordhessen?

Symbolbild: KSV Hessen Kassel – Das Beste aus Nordhessen?

Nach dem Auswärtsspiel des KSV Hessen Kassel gegen Waldhof Mannheim am 2. April 2016 kam es zu einem Zwischenfall im Frankfurter Hauptbahnhof. Einige KSV-Fans, die offensichtliche Neonazi-Marken wie Thor Steinar trugen, wurden beim Zwischenstopp von einer größeren Gruppe Linker konfrontiert. Die Nordhessen warfen Flaschen sowie Pyrotechnik und riefen „Antifa-Fotzen“ und „Wo wart ihr Silvester?“. Die Auseinandersetzung wurde umgehend von der Polizei beendet. Was nun kaum mehr als eine Randnotiz ist, zeigt exemplarisch, wie sich das Millieu um den Kasseler Sportverein zusammensetzt und dass das Problem von Nazis in der Kurve sich nicht in Luft auflöst, nur weil man es konsequent ignoriert.